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Commercetools-Fassade

Headless-Commerce Commercetools kündigt neues Frontend-Produkt "Commercetools for Growth" an

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Commercetools will sich mit der Lösung "Commercetools for Growth" neue Zielgruppen erschließen. Bisher wurde die Shopsoftware von großen Unternehmen eingesetzt. Nun adressiert der Anbieter auch mittelständische Marken und Einzelhändler im B2C- und D2C-Bereich.

Im November 2021 hatte der Lösungsanbieter Commercetools den Composable-Frontend-Anbieter Frontastic übernommen. Commercetools bietet eine Headless-Commerce-Plattform an, die bis dato aus einem Backend für den digitalen Handel bestand. Mit dem Kauf von Frontastic holte sich Commercetools eine Frontend-Lösung dazu. Nun wird die Frontastic-Lösung in "Commercetools-Frontend" umbenannt. Außerdem hat der Lösungsanbieter ein neues Produkt geschnürt: "Commercetools for Growth".

Commercetools for Growth besteht aus kompatiblen, vorkonfektionierten Komponenten, die laut Unternehmen direkt einsatzbereit und leicht anpassbar sind. "Das umfasst alle Komponenten, die für den E-Commerce nötig sind, sowie die Integration zu Diensten wie Suche, Payment oder Recommendation", führt Thomas Gottheil aus.

Der Frontastic-Mitgründer wechselte mit der Übernahme als Senior Vice President of Commerce Experience zu Commercetools. Das neue Produkt ermöglicht es, das Commercetools-Backend mit einem Composable-Frontend zu kombinieren. So soll ein "Starter-Kit" für Headless-Commerce angeboten werden. Es folgt dem "MACH"-Prinzip. MACH steht für Microservices, API-Schnittstellen, Cloud-native- und Headless-Technologie.

Indem das Unternehmen ein vorkonfiguriertes Frontend bereitstellt, will es mittelständischen Marken den Einstieg in die komplizierte Technologie erleichtern. Für mittelständische Unternehmen sei ein Headless-Ansatz bisher sehr komplex, betont Gottheil. Commercetools for Growth soll die Komplexität verringern, damit auch Unternehmen ohne große IT-Abteilung eine Headless-Lösung für ihr digitales Business nutzen können.

Flexibler durch das MACH-Prinzip

Commerce-Lösungen, die auf dem MACH-Prinzip basieren, sollen schneller an sich ändernde Kundenanforderungen angepasst werden können. Wenn beispielsweise neue Geschäftsmodelle oder Touchpoints zum Kunden entstehen, sollen sich solche Lösungen flexibler gestalten lassen, weil sie aus Komponenten bestehen. Diese Komponenten können entweder ausgetauscht oder erweitert werden, ohne dass die Gesamtarchitektur davon groß betroffen ist.

Mit dem neuen Produkt weitet Commercetools seine Zielgruppe auf mittelständische Marken und Einzelhändler im Business-to-Consumer- und Direct-to-Consumer-Bereich (B2C, D2C) aus. "Wir freuen uns, die MACH-Leistungen für Marken im mittleren Marktsegment nutzbar zu machen", sagt Dirk Hörig, Chief Executive Officer und Mitgründer von Commercetools. Marken hätten mit "Commercetools for Growth" die Möglichkeit, zu skalieren, um neue Kanäle oder Märkte zu erreichen. So soll das Markenerlebnis besser werden.

Das Unternehmen beabsichtigt, ein Portfolio für B2C- und B2B-Commerce-Lösungen mit unterschiedlichen Produkten anzubieten. Commercetools for Growth sei die neueste Ergänzung, erläutert Gottheil die Produktstrategie. Zu weiteren geplanten Produkten verrät er noch nichts.

Kosten hängen vom Transaktionsvolumen ab

Die Kosten für Commercetools for Growth hängen vom Transaktionsvolumen, also dem Umsatz ab, den das Unternehmen über diese Lösung generiert. Wie bei cloudbasierter Software üblich zahlen Kunden eine monatliche Subscription-Fee (Abo-Gebühr) für die Lösung. Ein genauer Termin für die Markteinführung steht noch nicht fest. Gottheil geht davon aus, dass Commercetools for Growth in zwei bis drei Monaten verfügbar sein wird.

Im September 2021 sicherte sich Commercetools 140 Millionen US-Dollar in einer Series-C-Finanzierungsrunde. Zu den bestehenden Investoren Insight Partners und REWE Group kam der globale Tech-Investor Accel als Investor hinzu. Aktuell baut Commercetools seine Präsenz in Nordamerika aus und hat Verträge mit großen Marken wie The Very Group, L.L. Bean, Lululemon und Kaiser Permanente unterzeichnet.

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