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Händler-Studie Apple ist der Multichannel-Meister

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Obwohl Apple auf Facebook ignorant mit Abwesenheit glänzt, ist das Unternehmen derzeit von keinem deutschen Multichannel-Händler in Sachen Web-Präsenz zu schlagen.

Die 30 größten Multichannel-Händler im deutschsprachigen Raum sind besonders in Sachen Suchmaschinen-Marketing Vollprofis. Dieses Fazit zieht die Marketing-Beratung Absolit in ihrer aktuellen Studie "Multichannel-Handel 2015". Für ihr Werk haben die Waghäuseler Berater drei Bereiche unter die Lupe genommen: Die Web-Präsenz, die Suchmaschinen-Präsenz und die Social-Media-Präsenz.

Apple ist Deutschlands Multichannel-Händler mit der stärksten Online-Präsenz, nur auf Facebook verzichtet das Unternehmen komplett

Absolit Consulting, Stand: Dezember 2014, Basis: 30 umsatzstärkste Online-Händler mit eigenem Ladengeschäft

In Sachen Web-Präsenz dominiert Apple vor Conrad und Ikea. In die Bewertung hierfür flossen Kennzahlen wie geschätzte monatliche Besucher sowie die Reputation des Shops, unter anderem festgemacht an der Zahl der Backlinks. Betrachtet man die direkte Konkurrenz, zeigt sich, dass Media Markt deutlich besser aufgestellt ist als seine Schwester Saturn, beide aber deutlich vor Notebooksbilliger und Cyberport liegen. Im Modesegment ist H&M stärker als Bon Prix und C&A.

Für den Bereich SEO analysierten die Studienautoren die Sichtbarkeit der Unternehmen in Suchmaschinen. Auch hier führt Apple vor Conrad und Weltbild. 

Im Schnitt haben Online-Shops rund 150.000 Webseiten im Google-Index und sind mit rund 50.000 Suchworten bei Google vertreten. Nach Auswertung der Studienautoren ist Globetrotter mit "Zelt" und "Isomatte" am besten positioniert, ATU punktet mit "Alufelgen", Douglas mit "Make-Up". Media-Markt sticht vor allem bei den Suchworten "Ventilator" und "Netbook" heraus, Saturn bei "Navi" und "LCD-TV".

Media Markt hat sich in fast allen Kategorien ein respektables Plätzchen erarbeitet und schneidet deutlich besser ab als Schwester Saturn.

Absolit Consulting

Auch Social-Media-Plattformen zählen für fast alle Top-30-Multichannel-Händler inzwischen zum alltäglichen Kundenkommunikationskanal. Lediglich Apple und ATU glänzen bei Facebook durch Abwesenheit. Esprit und Walbusch verzichten indes auf Twitter, während Notebooksbilliger, Sportscheck und Weltbild dort besonders viele Fürsprecher haben. Rund 10.000 Mal wird die Marke dort pro Monat erwähnt. "Das ist zwar weniger als bei Facebook, wo der Durchschnitt bei 300.000 Erwähnungen liegt, aber dafür nachhaltiger", so die Absolit-Berater. Tchibo ist auf Facebook der Händler mit dem höchsten Anteil aktiver Fans (8,7 Prozent). Absoluter Branchenprimus ist der Studie zufolge Real.

87 Prozent der Online-Händler haben auch ihre Hausaufgaben bei der Optimierung für Smartphones gemacht. 27 Prozent passen die bestehende Website responsiv auf das jeweilige Endgerät an, 60 Prozent betreiben spezielle Mobilseiten.

In die Bewertung wurden die 30 umsatzstärksten Online-Shops aufgenommen, die auch über Ladengeschäfte verfügen. Für die Berechnung der Online-Präsenz analysierte Absolit 24 Kriterien wie Website-Besucher, Reputation, Anzahl der Seiten, Anzahl der Suchworte in Toppositionen bei Suchmaschinen, Anzahl der Backlinks, Fans und Follower in sozialen Medien sowie Markenerwähnungen. Aus allen Messwerten wurde für die drei Bereiche Web, Suchmaschinen und Social Web ein Index ermittelt. Aus der Summe der Indizes wurde das Ranking errechnet.

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