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Für ein Top-Ranking

6 Tipps für den Bau einer perfekten Landingpage

shutterstock.com/Eviart
shutterstock.com/Eviart

Wer es mit seiner Landingpage auf die vordersten Plätze im organischen Google-Ranking schaffen will, muss einige Hinweise beachten. Wir nennen sechs Tipps, um mit einer erfolgreichen Landingspage punkten zu können.

Von Andrea Henrich, SEO Teamleitung web-netz GmbH

Eine Landingpage landet in den organischen Suchergebnissen auf Platz 1 und sorgt für ordentlich Traffic, der am Ende auch noch konvertiert. SEO ist eine langfristige Umsatzmaschine. Ihre Zahnräder müssen exakt ineinandergreifen, sie muss sauber programmiert sein und regelmäßig geölt werden.

Wir haben den Bauplan dafür konzipiert, den ultimativen Guide mit sofort anwendbaren Checklisten für den Bau einer perfekten Landingpage.

1.   Keywordset gemäß User Intent finden

Wenn die Keywords perfekt sitzen, ist der Weg zur Conversion nicht mehr weit. Wer hier nicht zustimmen kann, hat in der Regel zu wenig Liebe und Reflexion in die Keywordrecherche investiert. Große Suchvolumen verleiten dazu, die Relevanz des Keywords aus dem Auge zu verlieren und Googles Suchergebnisseite wird gerne völlig außer Acht gelassen.

Die Suchergebnisseite spiegelt letztlich Googles Auffassung der User-Intention wider. Sätze, Wörter, Terme, Entitäten. Googles Algorithmus lernt täglich dazu, ist aber immer nur so klug, wie es ihm seine User beibringen.

Ein Beispiel: Eucerins Landingpage für eine Sonnenschutzcreme wurde auf "Sonnenschutz" optimiert. Im Unternehmen ist diese Bezeichnung für Sonnenschutzmittel etabliert. Google-User suchen allerdings schon lange nach "Sonnenschutz" in Kombination mit "Fenster", "Terrasse", "Markise", …etc.

Google spielt entsprechend Sonnenschutzmarkisen und -rollos aus. Dementsprechend hatte Eucerins "Sonnenschutz"-Landingpage keine Chance auf ein gutes Ranking. Klingt logisch, aber exakt solche Fehlentscheidungen passieren laufend. Wenn Frosta aus ästhetischen Gründen keine "Fertiggerichte" verkaufen möchte, ist SEO letztlich der falsche Kanal, weil genau dieser Suchbegriff neben "Tiefkühlgerichten" Frostas Angebot beschreibt.

Entscheiden Sie sich nicht firmenpolitisch für Keywords. Und hinterfragen Sie jedes Keyword gründlich nach dem ihm zugrundeliegenden User Intent nicht zuletzt, indem Sie es einmal googeln und die Suchergebnisse genau betrachten.

Keyword-User Intent-Gegencheck:

  • Relevanz: Entspricht das Keyword wirklich zu 100 Prozent dem, was den User auf der Landingpage erwartet oder ist es gegebenenfalls zu generisch? Handelt es sich gemäß Ihres Angebots um ein klassisches Produkt-, Kategorie- oder Content-Keyword? Entscheiden Sie sich im Zweifel eher für ein exakt passendes Longtail-Keyword.

  • Suchvolumen: Großes Suchvolumen bedeutet in der Regel sehr generisch und große Konkurrenz. Mit Amazon, Zalando und Co. lässt es sich schwer aufnehmen. Was ist das USP Ihres Produktes? Prüfen Sie lieber die Suchvolumina von exakt zugeschnittenen Keywords.

  • Klickpotenzial: Wird die Suchergebnisseite dominiert von Anzeigen, Shopping, Google Maps, Bilder-Ergebnissen? Beschränken Sie sich auf Keywords mit echtem Klickpotenzial, also Keywords, die organische Suchergebnisse möglichst weit oben ausspielen.

Die gute Nachricht: Die halbe Miete ist mit dem perfekten Keyword bezahlt. Jetzt folgt "nur" noch klassisches SEO- und UX-Handwerk.

2. Wettbewerb checken

Sie haben das perfekte Keywordset. Bevor Sie nun einfach eine schicke Landingpage designen lassen, sollten Sie einen Blick über den Tellerrand wagen. Checken Sie Ihren Wettbewerb. Nicht Ihren "gefühlten" Wettbewerb, sondern die Seiten, die zu Ihrem Keywordset ranken und gleichen Sie ab: Wer hat die größte Sichtbarkeit für das Keywordset/dieses Themengebiet? Wie ist die Rankingverteilung der Wettbewerber?

Betrachten Sie die Seiten Ihrer Top-Wettbewerber im Detail. Im Idealfall wird Ihre Landingpage ein Mix aus den am besten aufbereiteten Seiten. Checken Sie dabei Content und Userfreundlichkeit gleichermaßen. Mobile als auch Desktop. Sammeln Sie alle Daten und Infos, die Ihnen zu Seitenaufbau, Content und Call to action auffallen und bewerten Sie diese.

Verlinkung und Meta-Daten

3.   UX und SEO-Content vereinen

In der Theorie wissen Sie jetzt, wie die optimale Landingpage aufbereitet werden muss. Setzen Sie sie um! Vereinen Sie sämtliche Erkenntnisse für Inhalt, Struktur und Usability in einem Wireframe und erstellen Sie den "SEO-Text", der sich optimaler Weise in die Struktur fügt und mit ihr verschmilzt.

Das heißt: Eine schick designte Seite und am Ende ein keyword-gestopfter SEO-Text sind absolut unzeitgemäß. Google ist nach wie vor eine textbasierte Suchmaschine, aber Usersignale werden immer wichtiger. Ein Einklang von UX und SEO sind also derzeit das Maß aller Onpage-Bemühungen. Die Aufbereitung einer Landingpage unterscheidet sich sehr nach Thema und Art der Lead- oder Conversiongenerierung. Ein paar Elemente sind jedoch in jedem Fall hilfreich.

Checkliste Content und Struktur einer Landingpage:

  • Sprechende URL
  • Saubere H-Struktur
  • Klare USPs
  • Klare Bildsprache
  • Trust Elemente wie Auszeichnungen, Siegel und Testimonials
  • Einfache Lesbarkeit (technisch als auch optisch)
  • Intuitive Navigation
  • Strukturierte Daten
  • Text mit Keywords und semantischem Umfeld (Reason Why und Funktion beschreiben)
  • Weitere Medien zur Erläuterung (Video, Infografiken, Tabellen)
  • Links zu Unterseiten mit thematischer Vertiefung
  • FAQs (mit Markup)
  • Klare Call to actions (eine bereits above the fold)

4. Interne Verlinkung

Die interne Verlinkung einer Landingpage ist das wohl meist unterschätzte SEO-Gadget. Dabei vermag es hin und wieder im Alleingang selbst suchvolumenstarke Keywords in den Top 3 zu platzieren. Die Aufbereitung von strategisch verlinkten Pillar Pages ist nicht umsonst ein beliebter SEO-Trend. Wir signalisieren Google mit internen Links thematische Zusammenhänge und helfen bei der Indizierung sämtlicher Unterseiten. Die Verwendung dieses mächtigen Werkzeugs folgt dabei einigen wenigen einfachen Regeln.

Regeln zur internen Verlinkung:

  • Hauptkeyword der Landingpage sidewide konsequent als Ankertext verwenden
  • Verlinkung aus Navigation prüfen
  • Landingpage auf allen thematisch passenden Seiten verlinken
  • Weitere strategische Verlinkung prüfen (beispielsweise von trafficstärksten Seiten)

5. Meta Daten optimieren

Meta Daten sind nach wie vor unser beliebtester Quick Win. Während der Erfolg von fast allen anderen Maßnahmen gerne etwas auf sich warten lässt, können optimierte Meta Daten die Klickraten unmittelbar beeinflussen.

Der Vorteil Keyword-optimierter Meta Daten: Während im SEA Anzeigengruppen häufig "weitgehend passend" auf Keywords geschaltet werden, können wir den User mit unserem Title direkt abholen. Er sucht beispielsweise nach "Wolldecke extra lang" und scrollt sich durch ein Meer von Anzeigen, die ihn mit allgemeinen Titles und eben nicht mit "extra lang" ansprechen. Wohlwissend, dass ihn beim Klick auch keine extralangen Wolldecken erwarten. Unser SEO-Title hingegen "Übergroße Wolldecken extra lang" erhält in diesem Fall ziemlich sicher den Klick.

Checkliste Meta Daten:

  • Keyword in Title, ggfs. auch in Description aufnehmen (Google fettet die Suchphrase)
  • Längen auf mobile oder desktop optimieren (Traffic Device checken)
  • USPs des Produktes/des Unternehmens droppen
  • Sonderzeichen und auch Emojis können Eyecatcher sein
  • Klare Call to action am Ende der Description formulieren

6. Monitoring, Trial & Error

Einmal Herzblut, Zeit und Wissen investieren reicht heute in vielen Fällen nicht mehr aus. Die Konkurrenz und Google schlafen nicht. Sie benötigen eine solide Datenbasis, um Entscheidungen für Optimierungen zu treffen.

Sehen Sie jedwede Anpassung immer als Test an. Schaffen Sie die Rahmenbedingungen für A/B Testing, um damit die am besten konvertierende Variante Ihrer Landingpage identifizieren zu können. User Acceptance Testing kann als zusätzliches Mittel zur Qualitätssicherung dienen. Es ermöglicht Ihnen noch vor Live-Schaltung, unter realitätsgetreuen Bedingungen festzustellen, ob Ihre Seite den Anforderungen aus Kundensicht standhalten kann.

Nach Livegang ist ein regelmäßiger Blick auf Rankings, Fehlerquellen und auch ins Backlinkprofil notwendig, um Erfolg oder Misserfolg der Landingpage zu monitoren.

Tools zum Monitoring:

  • Google Analytics (Traffic und Umsatz)
  • Google Search Console (Fehlermonitoring)
  • Sistrix (Keyword-Monitoring)
  • Awrcloud (Keyword-Monitoring)
  • Ryte (Fehlermonitoring)
  • Ahrefs (Backlinkprofil)
  • Linkresearchtools (Backlinkprofil)
  • Similiarweb (Wettbewerbsvergleich)
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