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Geschäftserwartungen im Online-Handel 2013/2014 Mobile kein Umsatzbringer

Umsatzbringer Mobile? Daran glauben viele Shops nicht

Umsatzbringer Mobile? Daran glauben viele Shops nicht

Anfang des Jahres waren noch 83 Prozent der Shop-Betreiber der Meinung, für die Zukunft gut gerüstet zu sein. Das hat sich einer Studie der Become Europe GmbH nach jetzt aber deutlich abgeschwächt: Nur noch 58 Prozent der Online-Händler sehen sich dem steigenden Wettbewerbsdruck gut gewachsen. Dass der mobile Kanal ein großer Umsatzbringer wird, glaubt kaum einer.

So schnell kann sich die Stimmung ändern: Im März 2013 gaben 83 Prozent der 1.200 von Become Europe befragten Online-Händler an, mit ihrem Shop gut für das kommende Jahr gerüstet zu sein. Knapp ein halbes Jahr später sehen sich nur noch 58 Prozent der Händler in einer guten Ausgangslage, um dem steigenden Wettbewerbsdruck im Jahr 2014 gut gewachsen zu sein.

Laut der Studie des Preisvergleichsanbieters gehen 63 Prozent der befragten Shop-Betreiber im nächsten Jahr von einem Umsatzwachstum aus, 13 Prozent erwarten keine Veränderung und sieben Prozent rechnen mit einem Umsatzrückgang. Wenn es um die Höhe des Wachstums geht, erwarten knapp die Hälfte der Shops eine Steigerung um bis zu 25 Prozent. 15 Prozent der Händler erwarten ein höheres Umsatzplus als 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Retourenquote soll sich dabei nicht verändern. Nur 15 Prozent rechnen mit einer Steigerung, 13 Prozent mit einer Senkung der Retouren.

SEA besonders beliebt

Gut 60 Prozent der Händler gehen mit speziellen Online-Marketing-Maßnahmen in das Weihnachtsgeschäft. Besonders beliebt sind verstärkte Maßnahmen im Bereich Suchmaschinen-Marketing (SEA), Listing in Preisvergleichsplattformen und E-Mail-Marketing. Für die Händler sind die stärksten Umsatzbringer dabei Suchmaschinenmarketing, gefolgt von E-Mail-Marketing und Preisvergleichen.

Mobile Optimierung

Mehr als die Hälfte der befragten Online-Händler haben ihren Shop bereits für mobile Endgeräte optimiert. Die verbleibenden 44 Prozent sehen die Optimierung ihres Shops für mobile Anforderungen als oberstes Ziel an. Wenn es um die Finanzierung der mobilen Anpassung geht, wollen 83 Prozent das Projekt aus ihrem bestehenden Budget und auf Kosten anderer Maßnahmen finanzieren zu wollen. Nur 17 Prozent planen ihr Budget insgesamt zu erhöhen.

Smartphone kein Umsatzbringer

Mobile ist eines der Top-Themen 2014 - darüber sind sich die befragten Händler einig. Dass über den mobilen Kanal große Umsätze erwirtschaftet werden können, glaubt allerdings kaum einer. Die Hälfte der Onliner jedenfalls, die bereits einen mobilen Shop betreiben, wollen zunächst Erfahrungen sammeln und verknüpfen damit noch keine gesteigerten Umsatzerwartungen. 52 Prozent geben außerdem an, dass sie ihren Shop nur mobil angepasst haben, weil der Konkurrenzdruck dies von ihnen verlange. Lediglich acht Prozent der befragten Händler konnte über den mobilen Kanal eine Umsatzsteigerung feststellen.

Stressig dürfte es für die Online-Händler heute ab 19 Uhr werden. Dann beginnt auf vielen Portalen der Black Friday-Sale - die große Rabattschlacht im Internet.

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