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Trends im Suchgeschäft Foto: istock.com/sodafish

Trends im Suchgeschäft "Suche ist sexy"

Welche Trends gibt es in der Suche und wie können Unternehmen diese nutzen? Sri Sharma, Managing Director bei Net Media Planet, sprach auf der a4uexpo in München unter dem Motto "Suche ist sexy" über die Vorteile von Googles +1, Videowerbung und mobiles Marketing.

Um gegen Facebook zu bestehen, lässt Google bereits Signale aus Social Media in die Suchergebnisse einfließen. "+1 ist Googles Art, 'gefällt mir' zu sagen", erklärt Sharma. "Wenn ich heute zu Google gehe, soll ich auch gefühlsmäßig gebunden werden, in dem mir Tipps von meinen Freunden gezeigt werden." Da diese Empfehlungsfunktion noch im Experimentierstadium sei, bliebe der Qualitätsindex der AdWords davon noch unbeeinflusst. 

Bannerwerbung in Videos schalten

"Ziel muss es sein, die Effektivität des Performancemarketing ins Displaygeschäft zu bekommen", meint Sharma. Das sei möglich, wenn Anzeigen für Produkte in passende Videos eingeblendet würden. Ein gelungenes Beispiel sei eine Anzeige für ein Parfum von Beyoncé Knowles in einem ihrer Musikvideos.

Ausgangsposition jeder Kampagne müsse der Kunde und seine Wünsche sein. "Wir müssen wissen, wer der Kunde ist - und für was er sich interessiert." Käufer von Beyoncés Düfte seien junge Frauen, die sich für Klatsch und Stars interessierten. Anschließend sollten geeignete Medien identifiziert und Reichweite in der Zielgruppe aufgebaut werden. Im nächsten Schritt sollten Unternehmen oder Affiliates verschiedene Anzeigentexte gegeneinander antreten lassen. Sein Rat: "Probieren Sie Youtube aus, grenzen Sie die Zielgruppe eng ein, um relevant zu sein, und werben Sie mit Bild für ihr Produkt.

Mobile Marketing

Der Umsatz mit mobilem Suchmaschinenmarketing werde dieses Jahr um 170 Prozent steigen, prognostiziert Sharma. Mobiler Traffic habe bereits ein Volumen von sieben Prozent der Seitenabrufe von Desktop-PCs erreicht, der Traffic von Tablet-PCs liege bei rund fünf Prozent. Auch die Klickpreise bei bezahlten Suchergebnissen unterscheiden sich: Der CPC betrage mobil rund ein Drittel, bei Tablet-PCs rund 70 Prozent des normalen Klickpreises.

Die Conversions liegen bei Tablets ähnlich wie bei Desktops (minus drei Prozent), bei der mobilen Suche rund 20 Prozent niedriger. "Es ist sinnvoll, Tablet-User separat von den Mobile-Nutzern anzusprechen, weil sie mehr Geld haben." Über den Tag hinweg gesehen seien Tablet-Nutzer morgens früher und abends später online. "Optimieren Sie Ihre Gebote je nach Tageszeit, um den größten Return-on-Investment zu erzielen", rät Sharma.

Click-to-Call sei eine weitere Möglichkeit, den Umsatz übers Handy zu steigern. Dafür wird Nutzern eine Telefonnummer eingeblendet, über die eine Firma mit einem Klick angerufen werden kann. Per Tracking werde erfasst, auf welcher Seite der Kunde den Impuls erhalten hat. 

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