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Google passt seine Markenrichtlinie in Europa an

Google passt seine Markenrichtlinie in Europa an SEM-Anzeigen mit geschützten Begriffen als Keywords

Der Suchmaschinenriese  wird nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur Verwendung von Markennamen im Suchmaschinenmarketing seine Markenrichtlinie in Europa anpassen. Die neue Richtlinie wird am 14. September 2010 in Kraft treten.

Unternehmen können danach auch geschützte Begriffe als Keywords für ihre Adwords-Anzeigen, die innerhalb Europas ausgeliefert werden, schalten. Auf diese Weise sollen Mitbewerber und Drittanbieter bessere Chancen haben, um bei Suchen nach Markennamen gefunden zu werden. Google will mit dieser Änderung seinen Usern mehr relevante und hilfreiche Anzeigen anbieten können.

Zugleich kann der Internetkonzern damit seine europäischen Richtlinien mit denen des Heimatmarktes USA harmonisieren. Dort und in Kanada stehen diese Möglichkeiten den Advertisern bereits seit 2004 zur Verfügung. In Großbritannien und Irland ist die Nutzung fremder Markenbegriffe ebenfalls schon seit 2008 gestattet.

Der Europäische Gerichtshof hatte im März entschieden, dass Google nicht für Markenrechtsverletzungen haftet, die von Adwords-Kunden begangen werden, wenn sie mit fremden Marken in ihren Suchwortanzeigen werben.

Ist ein Markeninhaber der Auffassung, dass ein anderes Unternehmen mit einer geschalteten Anzeige die Nutzer verwirrt, kann er bei Google eine Beschwerde dagegen einreichen. Das gilt insbesondere für Webseiten, die fälschlicher Weise den Eindruck erwecken, zum Markeninhaber zu gehören oder dessen Produkte und -Dienstleistungen zu verkaufen. Eine solche Anzeige wird Google gegebenenfalls entfernen.

Im , weshalb er nicht glaubt, dass diese neuen Möglichkeiten zu Problemen mit Advertisern und Nutzern führen wird und ob sich dadurch etwas am Quality Score ändert.

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