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Google überarbeitet Algorithmus

Bessere Ergebnisse mit "Hummingbird"

Neuer Algorithmus bei Google

Schnell und präzise: ein Kolibri

Schnell und präzise: ein Kolibri

Zu seinem 15. Geburtstag hatte Google eine große Neuigkeit parat: Der Internetkonzern hat einen neuen Suchalgorithmus, "Hummingbird" genannt. Betroffen sind rund 90 Prozent der Ergebnisse.

Google hat mit "Hummingbird" (auf Deutsch: Kolibri) einen neuen Suchalgorithmus eingeführt - und zwar schon vor einem Monat. Das gab der Internetkonzern anlässlich seines 15. Geburtstags bekannt, zu dem das Unternehmen in die Garage eingeladen hat, die die Gründer Larry Page und Sergey Brin als ersten Firmensitz gemietet haben.

Der neue Algorithmus konzentriert sich auf die Suchanfrage als Gesamtes und nicht auf die einzelnen Suchbegriffe, berichtet Searchengineland. Dadurch soll die Intention des Nutzers besser erfasst werden. Seiten, die Inhalte zur Anfrage als Ganzes liefern, sollen besser ranken als solche, die nur zu einzelnen Keywords passen; 90 Prozent der Ergebnisse sollen betroffen sein.

"Hummingbird" - der Name wurde gewählt, da Kolibris schnell und präzise sind. Die letzte große Änderung war "Caffeine" im Jahr 2010, das die Suche vor allem schneller machen sollte. Welche Auswirkungen die Umstellung auf die Suchmaschinenoptimierung hat, steht noch nicht fest.

Zusätzlich zum Algorithmus hat Google seine Wissenssuche Knowledge Graph verbessert. Dort wurden neue Filter und Vergleichsmöglichkeiten eingeführt. Wer sich Informationen zu expressionistischen Malern anzeigen lässt, kann jetzt mit einem Klick zu den Impressionisten wechseln. Und auch der Anteil der gesättigten Fette in Olivenöl und Butter wird grafisch angezeigt (siehe Screenshot).

Der Internetkonzern kündigte zudem eine verbesserte mobile Suche an, die über alle Geräte hinweg einheitlich und für Touch optimiert sein soll. Das betrifft auch die AdWords-Anzeigen auf Mobilgeräten, die ansprechender präsentiert werden sollen. Eine neue App für iOS-Geräte soll in den nächsten Wochen kommen - und hat damit den Verkaufsstart der neuen iPhones knapp verpasst.

Wie viele Nutzer sehen eigentlich die Anzeigen, die Google über sein Display Network ausliefert? Zahlen zu seinem Geschäft mit der grafischen Werbung hat der Konzern in einer Infografik zusammengestellt.

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