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a4uexpo Europe Liegestuhl oder Google-Klinik?

Shoko: In Barcelona warten angesagte Beach Clubs - und heiße Affiliate-Trends

Shoko: In Barcelona warten angesagte Beach Clubs - und heiße Affiliate-Trends

Sommer, Sonne, Strand - und die neuesten Affiliate-Marketing-Trends. So sieht die Mischung der a4uexpo Europe aus, die gerade in Barcelona stattfindet. Wobei der Schwerpunkt ganz klar auf letzteren liegt, behauptet Tobias Allgeyer von Commission Junction, der für uns von dem Event berichtet. Denn: Social Media, Mobile, SEO und Big Data wirbeln die Branche derzeit ganz schön durcheinander.

Barcelona im Sommer ist auch nicht besser als München. Es ist genau so heiß, die Sonne scheint noch nicht einmal, und das EM-Spiel England gegen die Ukraine guckt man doch - seien wir mal ganz ehrlich – natürlich viel lieber im heimischen Liegestuhl als im angesagten Shoko Club an Barcelonas Beachside, oder? Jegliche Form von Sozialneid beim Lesen dieser Zeilen ist also nun wirklich unangebracht. 

Wer die spanische Stadt jedoch aus rein beruflichem Interessen anfliegt, kann auf seine Kosten kommen. Zumindest, wenn er das Hotel Rey Juan Carlos I in der Avd. Diagonal 661-671 ansteuert. Hier findet bis heute bekanntlich die a4uexpo EUROPE statt – der internationale Treffpunkt der Affiliate-Branche. Und wer schon immer der Meinung war, dass das Leben eine Aneinanderreihung von Herausforderungen ist, sieht sich hier bestätigt. Zumindest in beruflicher Hinsicht.

Herausforderung 1: Social Media. Den Kanal für Affiliate Marketing zu nutzen, wird in der Praxis schwieriger als von vielen vermutet. Wer anderer Meinung ist, unterhält sich am besten mal mit Martin Matijevic, dem Betreiber des Reiseportals WhichBudget. Der hat auf Twitter mit seinem Angebot zwar stolze 400.000 Follower, kann diese aber nicht in bare Münze umwandeln. Mit extra bepreisten Flugpreisen in die Ukraine während der EM erzielte er über diesen Kanal ganze zwei Sales. Sein Fazit auf der a4uexpo EUROPE: „Twitter konvertiert nicht in Form von Sales, sondern in Form von Konversation“.

Die Trends der a4uexpo Europe

Herausforderung 2: Mobile Commerce. Für die Affiliate-Branche ergeben sich hier neue Wachstumspotenziale. Größtes Problem derzeit: Advertiser haben ihre Shops häufig noch nicht für die Mobile Devices optimiert. Das wirkt sich nicht allzu positiv auf die Conversionrate aus. Meine Prognose nach den zahlreichen Gesprächen und Vorträgen: Mobile wird in ein bis zwei Jahren eines der ganz zentralen Themen auf der a4uexpo EUROPE.

Herausforderung 3: SEO. Die ständigen Updates von Google führen im Affiliate Marketing zu ständigen Verschiebungen und Umgewichtungen – etwa, wenn Publisher deutlich schlechter oder gar nicht mehr ranken. Auf  das aktuelle Google Pinguin-Update reagierten die Konferenz-Macher dann mit einem Augenzwinkern recht pragmatisch: mit einer Google-Pinguin-Klinik. Eine extra Area, in der über die Auswirkungen und konkrete Probleme zu dem Thema diskutiert werden konnte. Über die Zahl der Notfallpatienten gibt es allerdings keine offiziellen Aussagen.

Herausforderung 4: Big Data. Die technischen Möglichkeiten, den Kaufprozess im Internet zu analysieren, sind in den vergangenen Jahren zweifelsfrei gestiegen. Stichwort Customer Journey. In Deutschland genauso wie im Ausland. Das führt in der Praxis zu höheren Ansprüchen an die Publisher. Die Zeiten der übergeordneten Channelbetrachtungen (also zum Beispiel Gutscheinportale) sind  vorbei. Hier geht es künftig um den Wirkungsbeitrag jedes einzelnen Publishers. Die Kunst wird für Advertiser darin bestehen, die vorhandenen Datenmengen auszuwerten und richtig zu interpretieren.

Klar ist: Affiliate Marketing, das machte die a4uexpo EUROPE deutlich, wird künftig komplexer und technischer denn je. Publisher werden sich darauf genau so neu einstellen müssen wie Advertiser oder wir Affiliate Netzwerke. Ich freue mich auf mein Büro in München!

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