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Stülpnagel erwartet nach "Bloggergate" von Reaktionen von Google

Stülpnagel erwartet nach "Bloggergate" Reaktionen von Google Härteres Durchgreifen gefordert

Philipp von Stülpnagel

Philipp von Stülpnagel

Philipp von Stülpnagel, Vorsitzender des Arbeitskreises Suchmaschinenmarketing im BVDW und Chef der Kölner SEO-Agentur Sumo, hat von Google ein härteres Durchgreifen gegen Website-Betreiber gefordert, die durch Linkkauf das Ranking ihrer Seiten verbessern.

Anlass für seine Forderung ist die "Bloggergate"-Affäre: Blogger Sascha Pallenberg von Netbooknews.de hatte enthüllt, dass die Onlinekosten.de GmbH mit über hundert Blogbetreibern Vereinbarung über die Platzierung bezahlter Werbelinks geschlossen hatte. Das Setzen von Links gegen Bezahlung ist nach Aussagen von Google-Sprecher Stefan Keuchel "ein eindeutiger Verstoß gegen die Webmaster-Richtinien von Google", der mit einer Verschlechterung der Platzierung im organischen Ranking oder gar mit dem Ausschluss aus dem Suchindex geahndet werden kann. So gut wie alle namhaften SEO-Agenturen lehnen deshalb Linkkauf als Mittel zur SEO-Optimierung ab.

Von Stülpnagel begrüßte im Gespräch mit der INTERNET WORLD Business Redaktion, dass der Fall "Bloggergate" ein Schlaglicht auf ein Thema werfe, das zwar offiziell verpönt, aber dennoch tägliche Praxis sei.

Ob "Bloggergate" zu einem Umdenken in der Branche führt, hänge jedoch sehr vom Verhalten von Google ab: "Wenn Google jetzt das Verhalten der beteiligten SEO-Agentur bestraft, dann wird ein Zeichen gesetzt. Wenn nicht, dann bleibt alles beim Alten." Google-Sprecher Keuchel sagt dazu: "Wir prüfen den Vorgang sehr ernsthaft."

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