INTERNET WORLD Business Logo Abo
Onlineprojekt untersucht Preisberechnung bei Google AdSense

Klickpreisdetektor untersucht Preisberechnung bei Google AdSense Ein Geheimnis? Kein Geheimnis!

Das Onlineprojekt  rühmt sich, die Preisberechnung für AdSense-Anzeigen entschlüsselt und damit "Googles größtes Geheimnis gelüftet" zu haben. Google kontert: "Es steckt kein Geheimnis hinter der Auktion, sondern reine Ökonomie."

Wie viel zahlen Werbetreibende pro Klick auf Google-AdSense-Anzeigen? Und welche Suchbegriffe haben sie gebucht? Klickpreisdetektor hat seit Juli 2010 daran gearbeitet, Googles Preisberechnungsalgorithmen für AdSense-Werbung zu verstehen und nachzubauen. Auf Webseiten, die an dem Programm teilnehmen, liefert Google kontextbezogene Adwords-Anzeigen aus und beteiligt den Webseitenbetreiber an den Einnahmen. Welche Werbung wie viel Umsatz pro Klick generiert, teilt das Unternehmen nicht mit.

"Der Algorithmus umfasst 20 Berechnungsschritte. Einige Informationen zu jeder Klickpreisberechnung kann man von Google direkt abfragen. Aber das reicht eben nicht aus", sagt Projektentwickler Marc Wäsche. "Glücklicherweise kann sich auch Google nicht über die klassischen Marktgesetze von Angebot und Nachfrage hinwegsetzen, so dass die fehlenden Informationen mit einigen mathematischen Berechnungen rekonstruiert werden können." Die geschätzten Genauigkeit liege bei plus/minus sieben Prozent. Nach Eingabe einer Internetadresse analysiert die Software die Seite inklusive Werbeeinblendungen und gibt die Seite mit den Klickpreisen der einzelnen Werbeeinblendungen sowie den dazugehörigen Suchbegriffen aus.

Und was sagt  dazu? Hinter der AdWords-Auktion stecke kein Geheimnis, sondern reine Ökonomie, teilte der Internetkonzern gegenüber internetworld.de mit: "Im Rahmen der Echtzeit-Auktion werden Keywords, Gebote und Qualitätsfaktoren der Werbekunden betrachtet. Dabei ist gerade auch der Qualitätsfaktor von entscheidender Bedeutung für den letztendlich gezahlten Preis. Und dieser Preis wiederum variiert kontinuierlich, nicht zuletzt auch durch die Fluktuation bei Werbetreibenden und AdSense-Publishern", erklärt Klaas Flechsig, bei Google Pressesprecher für den Bereich B2B. "Weder Werbetreibende noch Publisher sollten auf irgendwelche Patentrezepte setzen, da sich die Gegebenheiten mit jeder einzelnen Auktion verändern - niemand hat hierüber die Kontrolle oder umfassenden Einblick."

Zudem stelle keywordbezogene Werbung nur einen Teil der Anzeigen dar, die auf AdSense-Seiten ausgeliefert werden können, so Flechsig, es gebe auch interessenbasierte Werbung und Placement-Targeting. Website-Betreiber sollten vor allem darauf achten, keine Webseiten nur mit dem Ziel hoher AdSense-Einnahmen zu erstellen - dies verstoße gegen die .

Das könnte Sie auch interessieren