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Neues Werbe-Tracking-Tool bei Google?

Neues Werbe-Tracking-Tool bei Google? AdID statt Cookies

Will Google das Werbe-Tracking revolutionieren? Das Unternehmen soll nach Insiderberichten daran arbeiten, externe Cookies durch ein eigenes Tool zu ersetzen, mit dem das Surf-Verhalten der Nutzer festgehalten wird.

Cookies archivieren die Informationen über den Webseitenbesuch von Nutzern. Diese normalerweise von Drittanbietern auf den Nutzergeräten hinterlassenen Dateien will Google jetzt mit Hinblick auf das Tracking von Werbeaktivitäten mit einem eigenen Angebot ersetzen. Das Unternehmen sei dabei, einen anonymisierten Werbe-Tracker zu entwickeln, berichtet .

Das so genannte AdID soll nach Insiderinformationen auch an Werbekunden und Ad-Networks weitergegeben werden, die auf der Basis von Googles Richtlinien arbeiten und den Nutzern mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre geben. "Technische Weiterentwicklungen können gleichzeitig die Nutzersicherheit verbessern und die Profitabilität des Netzes sicherstellen", zitiert USA Today Google-Sprecher Rob Shilkin. "Wir und auch andere haben bereits ein paar Konzepte in diesem Bereich in Entwicklung, die sich allerdings noch im Anfangsstadium befinden." Nutzer können mit Hilfe des so genannten AdID das Ad-Tracking über ihre Browser-Einstellungen einschränken.

Was für die Nutzer zunächst gut klingt - mehr Kontrolle darüber, wie die eigenen Internetaktivitäten getrackt werden - könnte aber auch Google-Kritiker auf den Plan bringen. Denn auch ohne Cookies werden weiterhin die Nutzeraktivitäten getrackt. Das allerdings nicht von Drittanbietern, sondern von Google. Somit könnte mehr Kontrolle auch in die Hände des entwickelnden Unternehmens gelangen.

Tracking ohne Cookies bringt übrigens auch Zanox. Hier handelt es sich allerdings um Post-View-Tracking, bei dem zum Nachvollziehen der Werbeaktivitäten eine Art digitales Profil der Nutzerrechner erstellt wird.

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