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Datenschützer kritisieren Google

Hat Google Einstellungen von Safari-Usern umgangen? US-Politiker forden offizielle Untersuchung

Hat Google die Privatsphäreeinstellungen der Nutzer von Apples Browser Safari umgangen, um an deren Daten zu gelangen? Das glauben drei Kongressabgeordnete in den USA und haben deshalb die US-Handelskommission FTC ersucht, einen möglichen Verstoß gegen die Datenschutzeinstellungen von Nutzern offiziell unter die Lupe zu nehmen.

Um Werbeanzeigeneinblenden zu können, die zum Surfverhalten der Safari-User passen, sollen Google und andere Unternehmen deren Privatsphäreeinstellungen umgangen  haben. Apples Browser ermöglicht es Internetnutzern, das Tracking zu unterbinden. In einer unterdessen gelöschten Anleitung hatte das Google versichert, dass sich die Safari-Nutzer auf die Einstellung des Browsers verlassen könnten und keine weitere Maßnahmen ergreifen müssten. Abgeordnete und Datenschützer wollen jetzt abklären lassen, ob Google damit ein Vereinbarung mit der Handelskommission verletzt hat. In diesem Fall könne die Strafe bis zu 16.000 US-Dollar am Tag betragen, berichtet das Wall Street Journal.

In einem Brief an die Handelskommission weisen die Politiker darauf hin, dass Googles Praktiken einen "weitreichenden Einfluss haben, da Safari ein bedeutender Browser ist, der von Millionen Amerikanern genutzt wird". Bisher hat Google die Vorwürfe zurückgewiesen, vorsätzlich die Datenschutzeinstellungen umgangen und Werbe-Cookies bei iPhone-Nutzern hinterlassen zu haben.

Der Webbrowser Safari hat in Deutschland derzeit einen Marktanteil von rund 18 Prozent. Die meisten Nutzer surfen mit dem Mozilla-Browser Firefox (knapp 40 Prozent), während die verschiedenen Versionen des Microsoft-Browsers Internet Explorers auf insgesamt 32 Prozent kommen.

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