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Russland untersucht Googles Steuerpraktiken

Googles Steuerpraktiken erneut in der Kritik Untersuchung in Russland gefordert

Der russische Parlamentsabgeordnete Ruslan Gattarow wirft dem Suchmaschinenriesen Google vor, seine Steuerlast auf lokale Unternehmen abzuwälzen und seit Jahren gegen russische Gesetze zu verstoßen. Nun fordert Gattarow eine Untersuchung durch die Steuerbehörde.

Ruslan Gattarow, Vorsitzender des Ausschusses für Informationspolitik des russischen Föderationsrats, wirft dem US-Internetkonzern Google Steuerhinterziehung vor. Das berichtet das Nachrichtenportal ZDNet. Demnach müsste das Unternehmen laut russischem Gesetz bei Zahlungen an Subunternehmer den fälligen Steuerbetrag einbehalten und selbst abführen. Stattdessen soll Google mit seinen Partnern vereinbart haben, dass diese allein für die Steuerzahlungen verantwortlich sind.

Gattarow fordert nun eine Untersuchung durch die russische Steuerbehörde. Sergej Jerofejew, Geschäftsführer des russischen Werbeanbieters Registratura.ru, glaubt allerdings, dass sich Google zumindest formell an die russischen Gesetze hält: Wie Google mit den Steuerzahlungen für AdSense umgehe, hänge zum Teil vom rechtlichen Status der verschiedenen Website-Betreiber ab.

Mit seinen Steuerpraktiken steht Google unter anderem auch in Großbritannien in der Kritik: Hier soll der Konzern Anzeigen an britische Kunden verkauft, diese aber nicht ordnungsgemäß versteuert haben. 

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