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Tom Costello

Fordert Google heraus:Cuil-Gründer Tom Costello

Fordert Google heraus:Cuil-Gründer Tom Costello

Je größer Googles Einfluss auf das Internet wird, desto mehr wünscht sich die Branche eine echte Konkurrenz. Die neue Suchmaschine Cuil bringt immerhin eine gute Voraussetzung mit: Ihre Schöpfer haben ihr Geschäft bei Google gelernt

Cuil hat Tom Costello sein neues Baby genannt, das er gemeinsam mit seiner Frau und rund 30 weiteren Mitarbeitern ausgebrütet hat. Das Wort "Cuil" ist ein Kunstwort, Costello schlägt als korrekte Aussprache "Cool" vor. Und begründet auch wieso: Cuil soll nicht nur mehr Websites im Index führen als der große Rivale aus Mountain View, die Suchergebnisse sollen auch besser an die Bedürfnisse des Nutzers angepasst sein. Starke Worte, aber immerhin gibt sich Costello im Gespräch mit der "New York Times" bescheiden: "Ich glaube, dass Cuil besser sein wird als Google, aber ohne Frage werden dies die Nutzer zu entscheiden haben."

Im Moment, das geben wir gern zu, könnte der Eindruck entstehen, dass Costello seinen Mund reichlich voll nimmt. Die ersten Fingerspielereien mit der puristisch reduziert gestalteten Cuil-Website brachten eher ernüchternde Resultate. Doch als 1998 diese komische, in Simpel-HTML gestrickte Google-Suchseite ins Netz ging, konnte sich auch niemand vorstellen, dass Altavista ein paar Jahre später einfach in Vergessenheit geraten würde. Analysten sind jedenfalls voll des Lobes über Costellos Projekt, und die schmallippige Art, in der Google die Meldungen über Cuil kommentiert, lassen auf einen erhöhten Blutdruck in der Google-Chefetage schließen. Konkurrenz belebt das Geschäft, deshalb wünschen wir Costello und seiner Crew alles Gute. Und da sind wir wohl nicht die einzigen, die das so sehen.

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