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Google gegen Internetpiraten

Google gegen Internetpiraten Suchalgorithmus mit Anti-Piraterie-Funktion

In Zukunft sollen in den Google-Suchergebnissen solche Webseiten zurückstuft werden, die gegen Copyrights verstoßen. Mit diesem Schritt will der Internetkonzern Medienunternehmen entgegenkommen.

Unterstützen Suchmaschinen unfreiwillig Internetpiraterie? Diesen Vorwurf will Google jetzt umgehen, indem ein neuer Suchalgorithmus dafür sorgt, dass verdächtige Webseiten in den Suchergebnissen weiter unten erscheinen. Die Anti-Piraterie-Initiative soll schon nächste Woche einsetzen.

Der Algorithmus kann in die Berechnung des Rankings mit einbeziehen, wie viele Anweisungen zum Entfernen von urheberrechtlich geschütztem Material eine Webseite bereits erhalten hatte. "Seiten, die eine große Zahl von Anmahnungen erhalten haben, können in den Suchergebnissen weiter unten erscheinen", so  Amit Singhal, SVP, Engineering im Google Inside Search-Blog.

Mit dieser Initiative zum Schutz von urheberrechtlich geschütztem Material positioniert sich Google auch in eigenem Interesse auf Seiten von Medienunternehmen: Der Internetkonzern will schließlich selber auch mit dem Verkauf und der Verbreitung von Video- und Musikinhalten über Youtube und seinen Medien-Hub Play Geld verdienen und sucht daher das Wohlwollen seiner Medienpartner.

Nach Angaben von Google wurde allein in den vergangenen vier Wochen das Ausschließen von über 4,4 Millionen URLs wegen Copyright-Verstößen bei dem Internetkonzern angemahnt. Zuletzt hatte Google im Dezember 2010 versichert, seine Maßnahmen gegen Urheberrechtsverstöße zu verstärken.

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