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Neues Webmail-Interface und neue Nutzungsbedingungen

Yahoo verändert Webmail-Interface und Nutzungsbedingungen Lesen und lesen lassen

Seit heute existiert das klassische Webmail-Interface von Yahoo nicht mehr. An dessen Stelle rückt eine neue Version, die bislang optional war und nur für alle User zur Pflicht wird. Außerdem hat der Internetkonzern seine Nutzerbedingungen erweitert. Diese erlauben es dem Konzern nun, E-Mails zu analysieren und zu scannen.

Weg mit Yahoo Mail Classic: Wie bereits im April 2013 von dem Internetkonzern angekündigt, gibt es seit heute die klassische Version des Webmail-Interfaces nicht mehr. Die neue Optik von Yahoo Mail-Dienst konnten User bereits nutzen, nun wird es aber für alle zur Pflicht. Doch nicht nur die Optik wurde erneuert, auch die Nutzerbedingungen hat Yahoo überholt. Künftig darf das Unternehmen die ein- und ausgehenden Mails analysieren und scannen - wer das nicht möchte und den Datenschutzrichtlinien nicht zustimmt, kann den Webmail-Dienst nicht mehr nutzen.

Bemerkbar machen wird sich die Neuerung bei den Nutzern vor allem durch entsprechende Werbebanner. Eine Software scannt ab sofort die wichtigsten Inhalte der E-Mails. Je nach thematischem Schwerpunkt, bekommt der Nutzer dann die passenden Anzeigen eingeblendet. Außerdem sollen Spam und Malware besser herausgefiltert werden. Die Änderungen gelten auch für die bezahlpflichtigen Yahoo-Pro-Mail-Konten, berichtet golem.de. Wer mit ihnen nicht einverstanden ist und sein Konto kündigen möchte, erhält anteilig das Geld zurück.

Neu ist das System nicht: Google richtet schon seit längerem die Werbeinhalte seines GMail-Systems auf die Keywords in den Nutzer-E-Mails aus. Der Suchmaschinen-Anbieter dürfte auch eine nicht unwesentliche Rolle für Yahoos Entscheidung gespielt haben: Im Februar 2013 kündigte Yahoo an, künftig Werbung von Google auf seinen Webseiten auszuliefern. Welche Werbung das sein wird, liegt beim Nutzer, denn die Banner richten sich nach den Sucheingaben und Aktivitäten der Kunden.

Aktuell zeigt sich Yahoo recht einkaufsfreudig: Kaum ist der Tumblr-Deal für 1,1 Milliarden US-Dollar unter Dach und Fach, hat Yahoo bereits das nächste Unternehmen ins Visier genommen. Der Internetkonzern will das Videoportal Hulu für einen Betrag zwischen einer halben und einer Milliarde US-Dollar übernehmen.

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