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Google diskutiert Finanzierung einer Yahoo-Übernahme

Google diskutiert Finanzierung einer Yahoo-Übernahme Vom Konkurrenten zum Investor?

Nachdem Yahoo-Gründer Jerry Yang öffentlich damit liebäugelt, das Unternehmen an ein privates Konsortium zu verkaufen, hat sich jetzt auch Google eingeschaltet. In Gesprächen mit zwei Investoren bot der Internetkonzern an, ihnen bei der Finanzierung einer Übernahme zu helfen.

Die Verhandlungen seien noch in einem frühen Stadium, meldet das Wall Street Journal. Google habe noch kein Gebot für Yahoos Kerngeschäft abgegeben. Auch Microsoft hat Interesse gezeigt, in Yahoo zu investieren oder das Unternehmen ganz zu übernehmen.

Für Google könnte es lukrativ sein, Werbung auf Yahoos Seiten auszuspielen, die von rund 700 Millionen einzelnen Besuchern pro Monat besucht werden. Zudem verfüge der Internetkonzern über gute Beziehungen zu Contentlieferanten wie ABC News. Möglicherweise gehe es Google jedoch auch nur darum, den Preis für andere Käufer wie Microsoft in die Höhe zu treiben.

Nach dem spektakulären Abgang von CEO Carol Bartz sucht Yahoo nach einer Strategie für die Zukunft. Die Führung hat übergangsweise Finanzchef Tim Morse inne. Der Konzern ist rund 20 Milliarden US-Dollar wert, deshalb kommen nur wenige global tätige Kaufkandidaten in Frage. Angeblich arbeitet auch AOL-Chef Tim Armstrong hinter den Kulissen an einer gemeinsamen Zukunft beider Unternehmen. Sein Plan: Yahoo soll AOL kaufen.

Yahoo hatte vor wenigen Tagen für das dritte Quartal 2011 sinkende Unternehmenszahlen gemeldet: Der Umsatz sank um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der Gewinn um 26 Prozent.

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