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Google verstärkt Maßnahmen gegen Copyright-Verletzungen

Google verstärkt Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen Jagd auf Internetpiraten

Google will sich als Bewahrer des Urheberrechts positionieren und geht gegen Urheberrechtsverletzungen vor. Der Internetkonzern hat angekündigt, Verweise auf illegale Seiten innerhalb von 24 Stunden aus seinen Suchergebnissen zu löschen und Webseitenbetreiber aus seinem AdSense-Programm auszuschließen, die widerrechtlich Inhalte von anderen benutzen.

Mit folgenden vier Maßnahmen will Google sich als Piratenjäger etablieren, berichtet das Unternehmen im Public-Policy-Blog:

  • Das Unternehmen sichert grundsätzlich zu, verlässliche Hinweise auf Copyright-Verletzungen innerhalb von 24 Stunden zu bearbeiten und die entsprechenden Seiten von Blogger und aus der Websuche zu entfernen. Für irrtümlich entfernte Seiten stehe ein Widerspruchstool zur Verfügung.
  • Im AdSense-Programm verstärkt Google seine Bemühungen, urheberrechtsverletzende Seiten aus seinem Dienst zu nehmen. Gemeinsam mit den Rechteinhabern werde man daran arbeiten, jene Seiten zu identifizieren und auszuschließen.
  • Aus der Liste der Begriffe für die automatische Stichwortergänzung auf der Google-Suche wird der Konzern solche Keywords entfernen, die mit Internetpiraterie assoziiert werden.
  • Zudem sollen autorisierte Inhalte dagegen künftig schneller und einfacher auffindbar werden.

"Die Maßnahmen bauen auf unseren kontinuierlichen Bemühungen auf, den Urhebern Kontrolle über die Verwertung ihrer Inhalte zu verschaffen. Wir erwarten, auch in Zukunft unsere Prozesse so zu verfeinern und verbessern, dass sowohl Rechteinhaber als auch Nutzer davon profitieren", so Kent Walker, Chefsyndikus bei Google.

Währenddessen geht Viacom gegen die Google-Tochter Youtube im Berufung, berichtet das Wall Street Journal. Das Medienunternehmen wirft der Videoplattform vor, die von Usern hochgeladenen Clips nicht ausreichend auf Urheberrechtsverletzungen zu prüfen. In der ersten Prozessrunde hatte ein New Yorker Gericht zugunsten von Youtube entschieden.

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