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Wie Internet-Nutzer eine Google-Trefferliste rezipieren

Das obere linke Dreieck in der Trefferliste wird verstärkt wahrgenommen

Das obere linke Dreieck in der Trefferliste wird verstärkt wahrgenommen

Mithilfe einer Eyetracking-Studie hat der Suchmaschinenprimus Google eruiert, wohin auf einer Google-Trefferliste Internet-Nutzer vor allem schauen. Das Ergebnis überrascht kaum: Die obersten Plätze erhalten die meiste Aufmerksamkeit.

Wer bei Google-Suchern Beachtung finden will, muss sich ganz oben auf der Trefferliste positionieren. Eine Eyetracking-Studie des Suchmaschinenprimus zeigt: Die meisten Blicke fallen auf die obersten Einblendungen im Bereich der organischen Suche. Aber auch bezahlte Suchtreffer über den organischen Treffern erhalten viel Beachtung. Die Studienautoren von Google haben daraus folgende Regel formuliert: "Die Suchergebnisseiten werden in Form eines Dreiecks beziehungsweise des Buchstaben F betrachtet".

Allerdings: Je länger ein Internet-Nutzer auf einer Trefferseite verweilt, desto mehr schweift sein Blick auch in die unteren Gefilde der Seite. Nach zehn Sekunden steigt die Wahrscheinlichkeit für Werbekunden, die in der rechten Keyword-Spalte werben, ebenfalls von den Suchenden wahrgenommen zu werden. Doch auch hier gilt: Nur Top-Positionen fallen dem Internet-Nutzer auch wirklich ins Auge.

Kehrt ein Internet-Nutzer auf eine bereits betrachtete Trefferseite zurück, so verändert sich sein Rezeptionsverhalten, zeigt die Studie weiter. Dann verlagert sich die Aufmerksamkeit auf die mittleren und unteren Suchtreffer und die unteren rechten Keywords. Als Grund für dieses Phänomen sehen die Studienautoren, dass der Internet-Nutzer bei der ersten Betrachtung offenbar nicht erfolgreich war und deswegen die bislang noch unbeachteten Treffer jetzt aufmerksamer betrachtet.

Die vollständige Studie ist im Google-Studienarchiv http://full-value-of-search.de/studies kostenlos abrufbar.

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