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Google zahlt für Werbung

Götz Trillhaas, Head of Agency bei Google, will das Displaygeschäft ankurbeln

Götz Trillhaas, Head of Agency bei Google, will das Displaygeschäft ankurbeln

Google will Agenturen für das Vermitteln von Display- und Videowerbung vergüten.

Im Vermarkten von bezahlten Suchwörtern ist Google bereits Branchenprimus, nun geht der Suchmaschinenbetreiber auch bei den Segmenten Onlinedisplay- und Video-Advertising in die Offensive und will Agenturen mit Kickback-Zahlungen ködern. Google will dazu Partnerschaften mit SEM- und Media-Agenturen schließen und einen finanziellen Anreiz schaffen, Display- oder Videoanzeigen auf Youtube und im Google-Content-Netzwerk zu schalten. Das Content-Netzwerk umfasst Tausende von Webseites, auf denen Google je nach Vorgabe der Seitenbetreiber Display- oder Textanzeigen einblendet.

"Die Vergütung für das Buchen von Display und Video Ads erfolgt quartalsweise", erklärt Götz Trillhaas, Head of Agency bei Google. "Wir legen den Agenturen nahe, die Details dieser Vereinbarung ihren Kunden mitzuteilen." Zur Höhe der Vergütung macht er keine Angaben. "Wir haben die Agenturen informiert und positives Feedback bekommen", so Trillhaas. Die Partnerschaft, die allen Agenturen offensteht, basiert auf drei Säulen: Provision für die Anzeigenvermittlung, Werbewirkungsforschung und gemeinsame Entwicklung von neuen Formaten in den Bereichen Display und Video. "An dem Agenturmodell zeigt sich, wie sehr Google sich um das Displaygeschäft bemühen muss. Im Gegensatz zu anderen Geschäftsfeldern kann Google die Bedingungen nicht diktieren, sondern muss sich an den Markt anpassen", meint Miva-Deutschlandchef Wolfhart Fröhlich.

Dieses neue Partnermodell mit Agenturen bietet Google in sechs europäischen Ländern an, nicht aber in den USA. Auch dort bemüht sich der Suchmaschinenbetreiber um die Gunst der Werbeagenturen. Google sendet Teams in die Agenturen, die die Vermarktungsmöglichkeiten von Google erklären, berichtet die Zeitung "New York Times". Da Googles Vertriebsmannschaft große Anzeigenkunden direkt anspricht, misstrauen manche Agenturen den Absichten des Suchmaschinenbetreibers.

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