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Gemeinschaftsklage gegen Google Buzz

Einigung nach Gemeinschaftsklage gegen Google Buzz Google zahlt 8,5 Millionen US-Dollar

Für die Verletzung der Privatsphäre von unfreiwillig bei dem sozialen Netzwerk Buzz angemeldeten Usern muss Google 8,5 Millionen US-Dollar zahlen. Darauf hat sich das Internetunternehmen mit Verbraucherschützern geeignet, die eine Klage eingereicht hatten. Damit erweist sich der Netzwerkservice des Internetgiganten als teures Debakel.

Die Entschädigung geht nicht an Kläger oder Nutzer, sondern soll in einen unabhängigen Fonds fließen, der Organisationen bei der Aufklärungsarbeit über Datenschutz und Privatsphärenkontrolle unterstützt. Das berichtet Techcrunch und zitiert aus einer E-Mail Googles an alle Gmail-User.

Google hatte im Februar 2010 sein soziales Netzwerk Buzz auf den Markt gebracht. Bereits mit dem Start war Kritik an Googles Vorgehensweise aufgekommen, da das Unternehmen nicht nur ungefragt alle Gmail-Kontoinhaber als Buzz-Mitglieder übernommen, sondern als Standardeinstellung automatisch alle Nutzerprofile von seinem E-Mail-Dienst auf Buzz öffentlich gemacht hatte.

Google hatte daraufhin die Privatsphäreeinstellungen des sozialen Netzwerks mehrfach angepasst, konnte aber die Kritiker nicht besänftigen. Auch die internetworld-Leser standen Buzz von Anfang an mehrheitlich negativ gegenüber. Genauere Angaben über die realen Nutzerzahlen von Buzz sind bisher nicht zugänglich gemacht worden.

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