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Apps for Education Google stoppt Datensammeln für Werbezwecke

Fotolia.de/nenetus
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Google will die Gmail-Konten der Nutzer seines Online-Dienstes "Apps for Education" künftig nicht mehr für Werbezwecke auswerten. Als Grund dafür gilt ein Prozess in den USA.

Ungewohnte Töne bei Google: In einem Blog-Eintrag hat  Bram Bout, Director bei Google for Education, bekanntgegeben, dass das Unternehmen künftig auf das Datensammeln in seinen "Apps for Education" verzichten will. Das kostenlose Bildungsangebot richtet sich an Schulen und Universitäten und bietet Tools wie Mail, Kalender, Cloudspeicher oder Office-Dokumente. Der Dienst selbst ist frei von Werbung. Google sammelte bislang jedoch über die Gmail-Konten der Anwender Daten, um dort personalisierte Werbung ausspielen zu können.

Künftig soll dieses automatische Scannen der Education-Apps nun eingestellt werden; auch bei den Apps für Behörden, Organisationen und Geschäftskunden soll es offenbar Änderungen in Bezug auf das Erfassen von Informationen zu Werbezwecken geben.

Hintergrund des plötzlichen Sinneswandels dürfte ein Prozess in den USA sein. Hier stehen Googles Apps for Education schon länger in der Kritik. Studenten hatten zuletzt im März dieses Jahres den Konzern beim Bezirksgericht für Nordkalifornien in San Jose verklagt und ihm vorgeworfen, E-Mails ohne ihre Einwilligung zu Werbezwecken auszuwerten. Bouts Ankündigung dürfte nun eine vorgezogene Reaktion auf das laufende Verfahren sein. Googles Apps for Education haben nach eigenen Angaben mehr als 16 Millionen Nutzer.

Neben den Apps for Education hat Google aktuell der Hardware-Bereich in Fokus: So soll der Konzern angeblich an der Entwicklung einer neuen Smartphone-Serie namens Android Silver arbeiten, die die bisherigen Nexus-Modelle ersetzen könnte.

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