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Laurent Cordier, Ad Exchange European Sales Director bei Doubleclick

Google startet Doubleclick Ad Exchange neu

Laurent Cordier, Ad Exchange European Sales Director bei Doubleclick

Laurent Cordier, Ad Exchange European Sales Director bei Doubleclick

Mit dem Werbemarktplatz unternimmt Google einen weiteren Schritt, um im Onlinedisplaymarkt mehr Gewicht zu bekommen, und konkurriert mit Adscale, Adjug und Right Media von Yahoo.

Die Werbeplätze für die Buchung von Ad Impressions werden auf dem Doubleclick Advertising Exchange in Echtzeit versteigert. Google teilt sich die Werbeeinnahmen mit den Publishern, die dort ihr freies Inventar anbieten. Laurent Cordier, Ad Exchange European Sales Director bei Doubleclick, ist überzeugt, dass der Ad Exchange das Wachstum im Onlinedisplaymarkt vorantreiben wird.

„Für Werbekunden ist es schwierig, Inventar zu kaufen, weil die Sites so fragmentiert sind“, sagt Cordier. Wenn es gelinge, diesen Markt effizienter zu gestalten, winke großes Potenzial. „Mithilfe dieses offenen Marktplatzes, in dem Preise in Echtzeit-Auktionen festgesetzt werden, ermöglicht der Ad Exchange eine weitaus effizientere Zuweisung von Displaywerbeflächen und -anzeigen.“

Damit ein Marktplatz funktioniert, braucht er eine kritische Masse an Playern. Das will Google durch die Hinzunahme von Adwords-Käufern und Adsense-Verkäufern in den neuen Ad Exchange erreichen. Zudem sollen andere Werbenetzwerke dafür gewonnen werden, sich ebenfalls am Handel auf der Plattform zu beteiligen. „Mit Hilfe des Doubleclick Ad Exchange wird die Vermarktung des Non-Premium-Inventars zukünftig effizienter und transparenter. Durch die eingebundenen technischen Innovationen wird sich das digitale Displaymarketing nachhaltig wandeln“, kommentiert Marco Dohmen, Geschäftsführer von DQ&A Germany, einem Dienstleister für Kampagnenmanagement.

Publisher können die Werbeeinblendung genau bestimmen

Der neue Doubleclick Ad Exchange verfüge über eine bessere Technologie für die Versteigerung der Werbeplätze in Echtzeit als die bisherige, so Cordier. Publisher, die ihre nicht verkauften Werbeplätze auf dem Ad Exchange anbieten, können genau bestimmen, welche Werbung wann und wo erscheint. Gleichzeitig ist es möglich, minutengenau bestimmte Werbungtreibende, Werbenetzwerke, Werbeformate und Gebotsarten zu blockieren.

Werbungtreibende können mithilfe von Frequency Capping festlegen, wie häufig einem Nutzer ein bestimmtes Werbemittel gezeigt wird. Zudem können sie die Tageszeit, die Art der Webseite und die geografische Region für die Auslieferung ihrer Kampagne bestimmen.

Google übernimmt für die Publisher die Rechnungstellung und rechnet mit den verschiedenen Netzwerken ab. Am Monatsende erhalte der Publisher einen einzigen Scheck und müsse keine Ressourcen aufwenden, um überfälligen Beträgen hinterzulaufen. „Wir übernehmen das finanzielle Risiko“, betont Cordier. Den großen Mediaagenturen habe man den Ad Exchange bereits vorgestellt, sagt Cordier. Das Interesse sei groß.

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