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1. Quartal 2016 Google-Mutter Alphabet verfehlt Erwartungen knapp

Shutterstock.com/photogearch
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Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat im 1. Quartal 2016 16,5 Milliarden US-Dollar verdient und blieb damit geringfügig hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Strafe folgte auf dem Fuß - an der Börse.

Google und sein IT-Mutterkonzern Alphabet haben gestern Abend ihre Geschäftszahlen für das 1. Quartal vorgelegt - die dritten Geschäftszahlen überhaupt seit der Re-Strukturierung von Google im August letzten Jahres. Demnach hat Alphabet im 1. Quartal einen Netto-Umsatz von 16,47 Milliarden US-Dollar erzielt, das entspricht einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem das Unternehmen noch unter dem Namen "Google" firmierte.

Das solide Wachstum zeigte sich aber nicht solide genug für die Börsianer, die der Präsentation der Quartalszahlen mit Argusaugen folgten: Denn ursprünglich hatte Google einen Netto-Umsatz von 16,56 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt - und hat damit die eigene Prognose damit knapp verfehlt. Auch in Sachen Gewinn hatten die Anleger mehr erwartet: Einen Gewinn von 7,95 US-Dollar pro Aktie hatte Google angekündigt, am Ende belief sich der tatsächliche Gewinn auf 7,50 US-Dollar pro Aktie (insgesamt 4,2 Milliarden US-Dollar). Die Strafe folgte auf dem Fuß: An der Börse sank die Google-Aktie nachbörslich um 5,7 Prozent ab. Bei den letzten Quartalszahlen hatte Alphabet die eigenen Prognosen noch spielend leicht übersprungen, die Aktie war damals nachbörslich stark gestiegen.

Search ist Zugpferd, "other bets" sind "pre-revenue"

Die Werbeerlöse aus dem Search-Geschäft waren natürlich auch im 1. Quartal 2016 das entscheidene Zugpferd für  das Umsatz-Plus, um 16 Prozent legte Google hier zu. Die Zahl der geklickten Anzeigen stieg um 29 Prozent. Allerdings ging der Cost per Click (CPC), der Umsatz den Google durch Klicks auf Suchanzeigen macht, um neun Prozent zurück. Schon im letzten Quartal war die wichtige Kennzahl abgesunken, damals um 13 Prozent. Auch bei der mobilen Suche stiegen die Umsätze deutlich an, so Googles CEO Sundar Pichai und CFO Ruth Porat in ihrer Präsentation. Zudem wachse der Umsatz von YouTube in einem "sehr beachtlichen Tempo".

Einige andere Google-Initiativen wie den Hersteller vernetzter Heimgeräte Nest, den FTTH-Betreiber Google Fiber oder das Versuchslabor Lab X für neuartige Technologien, bezeichnete das Führungs-Duo dagegen als "pre-revenue" - sie befänden sich also in einem Entwicklungsstadium, für das Umsätze noch keine Rolle spielten, dafür aber hohe Investitionen für Entwicklung notwendig seien. Der operative Verlust in dieser Sparte, die Alphabet mit dem Namen "other bets" betitelt, stieg deshalb von 633 Millionen US-Dollar auf 802 Millionen US-Dollar an.

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