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Android Pie

KI optimiert das OS Google geht mit Android 9 alias Pie an den Start

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Google hat die finale Version von Android 9 veröffentlicht. Das mobile OS setzt auf verschiedene KI-Funktionen, um die Akkulaufzeit zu erhöhen und die Bedienung zu optimieren.

Nach einer fünfmonatigen Betaphase geht Android 9 mit dem Beinamen "Pie" jetzt als stabile Version an den Start. Highlight des neuen mobilen OS aus dem Hause Google sind verschiedene KI-Funktionen zur Systemoptimierung sowie eine moderne Gestensteuerung. Google hat bereits mit dem Rollout des Updates für seine Pixel-Smartphones begonnen, die Systemabbilder stehen ebenfalls auf den Servern des Herstellers zum Download bereit.

Deep Learning hilft Android auf die Sprünge

Adaptive Battery.

Die KI-gestützte Funktion Adaptive Battery soll Wakelocks reduzieren und damit die Laufzeit erhöhen.

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Um die Akkulaufzeiten in Android zu erhöhen, führt Google in Android 9 die auf Machine Learning basierenden Funktionen Adaptive Battery und Adaptive Brightness ein. Über erstere Funktion priorisiert das System nutzerspezifisch Anwendungen und reduziert damit Wakelocks von weniger relevanten Apps. Dadurch bleibt Android 9 länger im Ruhezustand, wodurch sich speziell der Akkuverbrauch im Standby verringern dürfte.

Unterdessen verspricht Adaptive Brightness eine bessere Helligkeitsregulierung in Android. Im Gegensatz zur herkömmlichen Auto Brightness bezieht die neue Funktion neben dem Helligkeitssensor auch die Vorlieben des Nutzers bei der Regulierung mit ein. Dadurch soll in der Praxis das manuelle Nachregulierung entfallen.

Außerdem erhöhe sich die Akkulaufzeiten, da das Smartphone-Display nicht unnötig hell strahle. Da das Display bei mobilen Geräten zu den größten Stromfressern überhaupt zählt, dürften sich Anpassungen in diesem Bereich deutlich bemerkbar machen.

Android 9: Immer das richtige Tool parat

Ebenfalls neu sind die sogenannten App Actions, die abhängig von der Tageszeit und dem Nutzungsverhalten spezifische Tools und Dienste automatisch in der App-Übersicht (App Drawer) vorschlagen. Dadurch müsse der Nutzer nicht lange nach dem gewünschten Programm suchen.

Eine bessere Nutzererfahrung verspricht auch das Feature Slices. Hier verzahnt Google Bestandteile von verschiedenen Apps miteinander. Dadurch kann etwa innerhalb der Google Suche eine Taxi-App die Informationen zu Fahrtdauer und Kosten beisteuern, wenn ein Nutzer nach einem Reiseziel googelt. Dieses Feature steht allerdings erst ab Herbst zur Verfügung.

Neue Steuerung über Gesten

Gestensteuerung

Die neue Gestensteuerung in Android P soll die Navigation im OS erleichtern

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Überarbeitet hat Google auch die Navigation innerhalb von Android. Der Homebutton öffnet nun per Swipe-Geste nach oben die neu gestaltete App-Übersicht, in der sämtliche geöffneten Anwendungen auftauchen. Eine ganz ähnliche Gestensteuerung haben bereits andere Hersteller wie Apple oder OnePlus für ihre Geräte entwickelt.

Einfach mal abschalten: Digital Wellbeing

Mit verschiedenen Funktionen will Google in Android P seine Nutzerschaft zudem vor digitalen Ablenkungen behüten. So werden nun etwa Benachrichtigungen intelligent zusammengefasst und das neue Dashboard visualisiert dem Nutzer, wie viel Zeit er in welcher App "vertrödelt" hat. Darüber hinaus lassen sich auch App-spezifische Timelimits zur Eingrenzung der Nutzungszeit einrichten. Zu guter Letzt erinnert der Wind-Down-Modus mit Nachtlicht-Darstellung den Nutzer abends daran, dass es Zeit ist, ins Bett zu gehen und das Smartphone aus der Hand zu legen.

Alles in allem entspricht der Funktionsumfang der finalen Version von Android 9 in weiten Teilen der bisher verfügbaren Vorschauvariante - große Überraschungen hat Google nicht mehr eingebaut. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie schnell die neue Version von den Geräteherstellern und Netzbetreibern adaptiert und ausgerollt wird. Aktuell sind beispielsweise nur rund 12 Prozent aller Geräte mit dem aktuellen Android 8 / 8.1 "Oreo" ausgestattet. Am verbreitetsten ist hingegen mit knapp über 31 Prozent das System Android 7 / 7.1 "Nougat" aus dem Jahr  2016.

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