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Google unter der Lupe

Daten Google will Ad-Tracking ausbauen

shutterstock.com/GongTo
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Google will das Ad-Tracking ausbauen und jetzt auch außerhalb der eigenen Plattformen die Aktivitäten im Google-Konto nutzen. Dafür will der Tech-Gigant die Zustimmung der User einholen - anders als die Konkurrenz.

Daten, Daten, Daten: Auch wenn Google der König unter den Datensammlern ist, sind offenbar noch nicht genug angehäuft. Jetzt will der Search-Gigant das Ad-Tracking ausweiten. In Zukunft sollen auch die Aktivitäten eines Users innerhalb des Google-Kontos genutzt werden, um personalisierte Werbung auf externen Seiten auszuspielen.

Aktuell ist es Google nicht möglich, mit den aus dem Google-Konto gewonnen Daten außerhalb der eigenen Plattform zu werben. Um das zu ändern, will die Alphabet-Tochter jetzt die Zustimmung des Nutzers, also ein aktives Opt-in, einholen. In den kommenden Wochen sollen die User von Google Benachrichtigungen bekommen, dass ihre Daten nun auch für Werbung auf externen Webseiten benutzt werden sollen. Wenn der User dem erweiterten Tracking zustimmt, kann er definieren, welche Informationen dafür herangezogen werden dürfen.

Mehr Einblick in Ad-Tracking

Um Usern mehr Einblick in Ad-Tracking zu geben, will der Werbe-Riese außerdem das Portal "My Activity" starten. Dort können Google-Nutzer einsehen, welche ihrer Aktivitäten gespeichert und verwendet werden und diese gegebenenfalls löschen.

Auch Googles ärgster Konkurrent was Tracking und personalisierte Werbung betrifft, Facebook, hat diese Einstellungen. Hier können User sehen, welche Werbung sie wieso ausgespielt bekommen und bestimmte Advertiser blockieren. Aktivitäten löschen können Facebook-Mitglieder allerdings nicht.

Und als Facebook vor gut einem Monat sein Audience Network ausbaute, um auch Nicht-Mitgliedern personalisierte Werbung zu zeigen, gab es für Mitglieder eine neue Einstellungsoption oben drauf: Sie konnten nun dem Ausspielen von Ads außerhalb des Netzwerks auf Basis ihres Facebook-Verhaltens widersprechen. Facebook hat seine User aber weder aktiv gefragt, ob sie einer Tracking-Erweiterung zustimmen, noch darüber aufgeklärt, dass jetzt ein Opt-out möglich ist.

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