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Blockieren von Absendern Gmail-Update: Google macht Druck auf E-Mail-Marketer

Shutterstock.com/Alexey Boldin
Shutterstock.com/Alexey Boldin

Google rollt ein Gmail-Update aus: Künftig können User Abos auch über das Smartphone beenden - und Absender blockieren. Vor allem letzteres könnte Direct Marketern im B2C-Sektor ernsthafte Probleme bereiten.

Google spendiert seinem E-Mail-Dienst Gmail ein paar Updates: Künftig können User sowohl in der Web-Anwendung als auch bei Android Absender blockieren. Dazu müssen Nutzer einfach den gewünschten Namen auswählen. Dabei wird ein neuer Filter angelegt, der alle Nachrichten der Mail-Adresse automatisch in den Spam-Ordner verschiebt, schreibt der Googlewatchblog.

E-Mails, die länger als 30 Tage im Spam-Ordner sind, werden ohnehin bereits von Google automatisch gelöscht. Wer die Blockade rückgängig machen will, kann das über die Einstellungen tun. Der Tab für die Filter wurde entsprechend umbenannt.

Eine weitere Neuigkeit ist, dass User Abos auch über das Smartphone beenden können. Die unsubscribe-Funktion gibt es nun auch für Android - User können sich also direkt von der Gmail App aus von Mailing-Listen abmelden. 

Leichter Austritt aus Mail-Verteilern

Für User ist das neue Update praktisch - lassen sich so nicht nur der nervende Ex-Partner sondern auch Unternehmen mit nur einem Klick auf die Black-List setzen. Für alle E-Mail-Marketers im B2C-Sektor dürfte die Neuerung allerdings weniger nützlich sein: Der Austritt aus den Mail-Verteilern wird deutlich einfacher, was den Kanal direct mail für Online Markter auf Dauer unattraktiver machen könnte.

Google selbst kommt das nur gelegen: Eigene Werbeformate wie etwa die neuen Gmail Sponsored Promotions (GSP) werden schlagartig attraktiver für Werbungtreibende. Die GSP ermöglichen es, in Google-Mail-Postfächern Anzeigen zu schalten. Mithilfe des SEA-Formats sollen Werbungtreibende vor allem ein präziseres Targeting betreiben können.

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