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Google Ziel von chinesischem Hackerangriff

Googles Mailprogramm von chinesischen Hackern angegriffen Gmail-Konten in Gefahr

Vermutlich aus China stammte am letzten Wochenende der Versuch, in Hunderte von Gmail-Konten einzudringen. Bei den betroffenen Nutzern handelt es sich vor allem um chinesische Regimekritiker, US-Regierungsvertreter und südostasiatische Amtspersonen.

 deckte jetzt einen großangelegten Hackversuch auf, bei dem vermutlich über Phishing Nutzer-Passwörter abgegriffen wurden. Ziel des Angriffs war laut , die E-Mail-Inhalte der betroffenen Nutzer einzusehen und gleichzeitig die automatischen Weiterleitungsfunktionen zu manipulieren.

Die Hackerkampagne sei von der zentralchinesischen Region Jinan ausgegangen. Google habe die gehackten Konten sofort nach Aufdecken des Angriffs gesichert und die Nutzer über die Vorgänge informiert. Zudem seien auch die chinesischen Behörden in Kenntnis gesetzt worden.

Während Google keine weiteren Vermutungen über die Hintermänner des Hackangriffs anstellt, liegt angesichts des betroffenen Personenkreises der Schluss nahe, dass die Kampagne von der chinesischen Regierung ausgeht. Mit dieser liegt Google bereits seit Anfang 2010 im Clinch: Nach einem damaligen Hackangriff hatte Google angedroht, den chinesichen Markt aufzugeben, wenn die Zensurbestimmungen nicht gelockert würden. Um die Selbstzensur zu umgehen, hatte Google schließlich die Besucher der google.cn-Seite auf die Hongkonger Webseite umgeleitet. Eine Einigung mit der chinesischen Regierung ist bisher immer noch nicht eingetreten.

Derweil dementiert Peking die implizierten Vorwürfe entschieden: "Dieses Fehlverhalten China anzulasten ist inakzeptabel", zitiert die  einen Sprecher des chinesischen Außenministeriums. China sei selbst Opfer von Internetkriminalität und gehe entsprechend gegen Hacker vor.

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