INTERNET WORLD Business Logo Abo
rote Karte

Online-Werbung EU-Kartellwächter wollen Vorgehen gegen Google ausweiten

shutterstock.com/Brian_A_Jackson
shutterstock.com/Brian_A_Jackson

Das Leistungsschutzrecht macht Google derzeit wieder einmal Ärger, jetzt kommen auch noch die EU-Wettbewerbshüter: Diese wollen den Suchmaschinenanbieter jetzt auch im Kerngeschäft härter rannehmen.

Die EU-Wettbewerbshüter wollen laut Medienberichten Google jetzt auch im Kerngeschäft des Internet-Riesen härter rannehmen. Die EU-Kommission bereite konkrete Vorwürfe gegen Googles Vorgehen bei Online-Werbung vor, berichteten der Finanzdienst Bloomberg, das "Wall Street Journal" und die "Financial Times".

Die Kommission wollte die Informationen nicht kommentieren. Es wäre das dritte Mal, dass die Kommission in einem sogenannten "Statement of Objections" Google unfairen Wettbewerb vorwirft und Änderungen fordert. In den ersten beiden Verfahren, bei denen es soweit kam, geht es um Shopping-Angebote und das weltweit dominierende Betriebssystem Android.

Der Kern des Geschäftsmodells

Auch das Werbegeschäft mit Diensten wie AdWords und AdSense prüfen die Brüsseler Kartellwächter schon seit Jahren. Der Internet-Konzern macht nach wie vor den Großteil seines Geldes mit Werbung im Umfeld von Suchanfragen. Es ginge somit um den Kern des Geschäftsmodells von Google.

Die Kommission fragte den Medienberichten zufolge bei Beschwerdeführern um Erlaubnis, ihre Kritikpunkte Google vorzulegen. Das gilt als sicheres Zeichen dafür, dass konkrete Vorwürfe zur baldigen Veröffentlichung ausgearbeitet werden. Nach Informationen der "Financial Times" will die Kommission auch im Fall der Shopping-Suche mit weiteren Vorwürfen nachlegen.

Derzeit macht Google zudem das Leistungsschutzrecht wieder Probleme: Im Rechtsstreit mit Google um eine mögliche Vergütung von Online-Inhalten haben elf Verlagsgruppen aus Deutschland Rechtsmittel gegen ein Urteil der Kartellkammer des Landgerichts Berlin eingelegt.

Das könnte Sie auch interessieren