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FTC will Google mehr Zugeständisse abringen Ermittlungen gegen Google werden fortgesetzt

Vor wenigen Tagen sah es ganz so aus, als könnte sich Google mit der US-Wettbewerbsbehörde FTC auf einen Kompromiss einigen und so weiteren Ermittlungen entgehen. Nun scheint die FTC zurückzurudern - weil Europa vorgemacht hat, wie es besser geht.

Die in Aussicht gestellte Einigung zwischen Google und der US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) scheint auf der Kippe zu stehen. Nach Medienberichten sollen die Antitrust-Ermittlungen nun doch im neuen Jahr weitergeführt werden, berichteten "Wall Street Journal" und die Nachrichtenagentur "Bloomberg" übereinstimmend. Noch vor wenigen Tagen hieß es, die FTC sei bereit, ihre seit zwei Jahren andauernden Ermittlungen einzustellen. Im Gegenzug sei Google zu einigen kleineren Zugeständnissen bereit gewesen.

Zum Meinungsumschwung in der FTC hat offenbar ganz entscheidend die Europäische Kommission beigetragen. Auch sie ermittelt wegen des Vorwurfs, dass Google seine Suchergebnisse zugunsten eigener Produkten beeinflusse. Auch sie ließ durchblicken, dass eine Einigung möglich sei - allerdings zu anderen Bedingungen. Nach einem Treffen mit Google-Boss Eric Schmidt erklärte der oberste EU-Wettbewerbshüter Joaquin Alumnia am gestrigen Dienstag, man erwarte für Januar eine ausführliche Erklärung, die verbindlich und vom Markt überprüfbar regelt, wie Google eine Bevorzugung der eigenen Angebote in den Suchergebnissen ausschließen wolle.

Damit hat die Europäische Kommission dem amerikanischen Suchgiganten weit mehr Zugeständnisse abgerungen als die amerikanischen Kollegen, die lediglich auf Freiwilligkeit und Unverbindlichkeit setzten. Eine Schlappe, die die FTC offenbar nicht auf sich sitzen lassen will.

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