INTERNET WORLD Business Logo Abo
Kaum Interesse an Street-View-Verpixelung Foto: istock.com/ibort

Kaum Interesse an Street-View-Verpixelung Nur drei Prozent wollen unerkannt bleiben

Das Medienecho zu Googles Dienst Street View war deutlich größer, als das Interesse der Bevölkerung. Noch in diesem Jahr sollen User virtuell durch zwanzig deutsche Großstädte flanieren können. Von den 8,5 Millionen betroffenen Haushalten, haben lediglich 244.000 gegen die Veröffentlichung Einspruch eingelegt.

Angesichts der großen Welle der Empörung, die die Street-View-Debatte ausgelöst hatte, bemüht sich der Konzern um besonders große Offenheit. Erstmals legt Google offen, wie viele Menschen in Deutschland ihre Häuser unkenntlich machen wollen. Mit Ablauf der Frist für den Vorab-Einspruch am 15. Oktober 2010 erreichten das Unternehmen 244.237 Anträge, was 2,9 Prozent der betreffenden Haushalte entspricht.

Auch weiterhin können die User gegen die Fotografien der Wohnhäuser protestieren. Allerdings werden die Gebäude nun erst nach dem Deutschland-Start von Street View unkenntlich gemacht. Zu den zwanzig Städten die von Anfang an dabei sind, gehören Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal.

Google hat für die Bearbeitung der Anträge und Aufnahmen rund 200 neue Mitarbeiter eingestellt, die in der verbleibenden Zeit bis zum Launch die Orginalbilder bearbeiten. In einigen Fällen konnten jedoch die Anträge nicht vollständig bearbeitet werden, da Angaben oder Beschreibungen nicht eindeutig gewesen seien, erklärt der zuständige Produktmanager Andreas Türk.

Das könnte Sie auch interessieren