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Einigung bei Googles Buchprojekt

Einigung bei Googles Buchprojekt Digitalisierung kann starten

Seit Jahren schwelt der Streit um Googles Digitalisierungsprojekt. Nun haben sich Verlagshäuser und Google in den USA geeinigt: Mit Zustimmung der Verleger dürfen Bücher digitalisiert und in der Google Library gezeigt werden.

Die Association of American Publishers (AAP) und Google haben ihren sieben Jahre andauernden Streit um die digitalisierte Darstellung von Büchern bei Google Library beigelegt. Die Einigung wurde jetzt erzielt. Dabei wurde festgehalten, dass die Rechte an den Büchern jederzeit bei den Copyright-Inhabern liegen.

Die US-Verleger können entscheiden, ob sie ihre Bücher durch Google digitalisieren lassen. Die Übereinkuknft hält darüber hinaus fest, dass den Verlegern, die ihre Zustimmung zur Aufnahme ihrer Bücher in die Google Library gegeben haben, eine digitale Kopie der Werke zur eigenen Verwendung von Google zur Verfügung gestellt bekommen. Weiterhin können individuelle Abmachungen über die Nutzung der digitalisierten Werke zwischen den Verlegern und Google getroffen werden.

"Wir freuen uns, dass die Einigung die Probleme anerkennt, die ursprünglich zu dem Prozess führten", sagte Tom Allen, President und CEO, AAP. "Die Einigung zeigt, dass digitale Dienste neue Wege zum Entdecken von Inhalten anbieten und dabei dennoch die Rechte der Urheber berücksichtigen können."

Die in der Google Library digitalisierten Bücher können somit über Google Bücher Nutzern angezeigt werden. Dabei erhalten die User Einblick in maximal 20 Prozent der einzelnen Werke. Digitale Versionen der Bücher können über Google Play gekauft werden.

Das Projekt des Internetkonzerns war bereits vor drei Jahren zum Stillstand gekommen. In mehreren Ländern klagten Verlagshäuser gegen Google. Auch in Deutschland hatte es heftige Kritik an dem Buchprojekt gegeben.

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