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Googles Transparenzbericht zur Löschung von Inhalten

Googles Transparenzbericht zur Löschung von Inhalten Deutschland auf Platz drei der Antragsteller

Aufruf an Google: Bitte löschen

Aufruf an Google: Bitte löschen

In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres gab es mehr staatliche Löschanfragen an Google als je zuvor, das zeigt der aktuelle Transparenzbericht des Internetkonzerns. Zu den Ländern mit den meisten gerichtlichen Verfügungen gehört Deutschland; nur die brasilianischen und amerikanischen Behörden waren noch eifriger beim Erstellen von Löschanträgen.

Staatliche Stellen stellen regelmäßig Ersuche, um die Löschung von Inhalten aus Google-Diensten zu veranlassen, etwa von Youtube-Videos oder Blogposts aus dem Dienst Blogger. Noch nie allerdings haben so viele Behörden und Gerichte Google zur Löschung von Inhalten aufgefordert wie in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres. Das geht aus dem des Unternehmens hervor.

Besonders diensteifrig waren dabei offenbar die deutschen Behörden. Dem Bericht zufolge liegt Deutschland auf Platz drei der Länder mit den meisten gerichtlichen Verfügungen. Insgesamt seien 231 Anfragen von staatlichen Stellen aus der Bundesrepublik gekommen, so Google. Hierzulande ging es vor allem um Persönlichkeitsrechtsverletzungen und den Jugendschutz. Konkret hätten sich 135 Anfragen der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) auf Youtube-Video gerichtet, 34 dieser Videos seien in Deutschland zensiert worden. Es habe aber daneben auch Versuche gegeben, YouTube-Inhalte wegen "Regierungskritik" und "Nationaler Sicherheit" löschen zu lassen.

Platz eins belegte Brasilien mit 697 Löschersuchen, gefolgt von den USA mit 321 Anfragen. In Brasilien seien vor allem den staatlichen Stellen vor allem "angeblicher Verstöße gegen das brasilianische Wahlgesetz" ein Dorn im Auge gewesen.

Weltweit hat der Konzern im Zeitraum von Juli bis Dezember 2012 insgesamt 2.285 Gerichtsbeschlüsse, polizeiliche und andere staatliche Ersuchen erhalten. Im Vergleich dazu: Im ersten Halbjahr 2012 waren es 1.811 Ersuche, im gleichen Zeitraum 2010 und 2011 nicht einmal halb so viele.Den starken Anstieg der Anfragen führt Google unter anderem auf den islamfeindlichen Film "Die Unschuld der Muslime". habe aus 20 Staaten Ersuchen zu Videos erhalten, die Ausschnitte des Films zeigen, darunter Länder wie Ägypten, Iran, Libanon, Saudi-Arabien, Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und auch die USA.

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