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Google mistet seine Tools und Dienste aus

Google mistet seine Tools und Dienste aus Buzz wird offiziell eingestellt

Google schwingt den Besen und räumt bei seinen zahlreichen Diensten auf. Das wohl prominenteste Opfer darunter ist Google Buzz. Der Dienst war Googles erster Testballon in die Social-Media-Welt, konnte sich aber nie so recht durchsetzen.

Googles Vice President für die Produkte Bradley Horowitz gab das Aus von Buzz nun in einem Blogbeitrag bekannt. In einigen Wochen werde Buzz und auch die Buzz API geschlossen. Dann will sich Google ausschließlich auf sein soziales Netzwerk Google+ konzentrieren. Nach der Einstellung des Dienstes werden die Nutzer keine neuen Beiträge mehr in Google Buzz hinterlassen können. Allerdings sollen die darüber geposteten Inhalte noch längere Zeit über das Profil einsehbar sein. Über den Dienst Takeout sollen sich die Buzz-Beiträge zudem herunterladen lassen.

Ebenfalls geschlossen wird die Google Code Search. Das Tool hilft Entwicklern dabei, Open-Source-Code im Web zu finden. Sowohl die Websuche als auch die API des Tools werde zum 15.Januar 2012 dicht gemacht, erklärte Horowitz.

In den vergangenen Jahren hatte Google immer Mal wieder kleine Unternehmen übernommen, um deren Ideen und Dienste in andere Anwendungen zu integrieren. Dazu gehört auch Jaiku, das seit 2007 zu Google gehört. Dieser Microbloggingdienst, der ähnlich wie Twitter funktioniert, wird ebenfalls zum 15.Januar 2012 eingestellt. Eine Möglichkeit zum Datenexport gibt es hierbei noch nicht, aber Google arbeite daran.

Auch den speziell implementierten Social-Media-Elementen in iGoogle geht es an den Kragen. Sie stehen wie Buzz in Konkurrenz zu Google+ und werden daher nicht mehr benötigt. Darüber hinaus stellt Google eine Schnittstelle für die Google Suche ein, die speziell für die Forschungsarbeit an Universitäten entwickelt wurde. Sie konnte ohnehin nur von wenigen Forschern genutzt werden.

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