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Suchmaschinenwerbung von zwei Parteien betreuen lassen Vier Augen sehen mehr als zwei

Suchmaschinenwerbung mit Tausenden von Begriffen ist sehr zeitaufwändig - leicht entstehen Lücken. Eine mögliche Lösung besteht darin, mehrere Spezialisten - inhouse und Agentur oder zwei Agenturen - völlig losgelöst und unabhängig voneinander arbeiten zu lassen. Andreas Reiffen, Geschäftsführer von crealytics aus Passau, gibt fünf Tipps, wie diese Strategie erfolgreich umgesetzt werden kann.

Idealerweise sollten SEA-Kampagnen von großen Online-Versandhändlern täglich um einige tausend Keywords und Anzeigen wachsen - zu viel Arbeit für zu wenige Leute. Lücken und Schwachstellen sind unvermeidbar und gehen zu Lasten des Umsatzes. Was einer alleine nicht schafft, kann mit vereinten Kräften geleistet werden. Eine mögliche Lösung für dieses Problem, ist es also, mehrere SEA-Spezialisten (inhouse und Agentur oder zwei Agenturen) völlig losgelöst und unabhängig voneinander arbeiten zu lassen. So wird signifikant mehr Zeit in den Ausbau und die Optimierung der Kampagnen gesteckt. Andreas Reiffen, Geschäftsführer von crealytics aus Passau gibt fünf Tipps für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Strategie:

1. Prüfen, ob es überhaupt Sinn macht, mehrere SEA-Spezialisten zu engagieren

Grundsätzlich lohnt sich ein simultanes Engagement nur, wenn zum einen ein bestimmtes Volumen an Werbeausgaben (mehr als 50.000 Euro) überschritten wird und zum anderen ein großes Produktsortiment (mehr als 10.000 Produkte) beworben wird oder sehr viele Keywords in Frage kommen (mehr als 50.000).

2. Nur mit erfolgsbasierter Vergütung arbeiten

Wenn eine zweite SEA-Agentur hinzugezogen wird, muss diese unbedingt auf Performancebasis (z.B. Revenue Sharing) vergütet werden und Kosten sowie Verlustrisiken selber tragen. Nur so ist garantiert, dass eine bestimmte Kosten-Umsatz-Relation (KUR) eingehalten wird und die Kosten nicht durch gegenseitiges Überbieten steigen.

3. Zielvorgaben an den eigenen Zahlen orientieren

Wichtig ist, dass beide SEA-Spezialisten unter möglichst identischen Konditionen arbeiten, da die Leistungen nur so direkt vergleichbar gemacht werden kann. Wenn also in der Vergangenheit (letzte 3 bis 6 Monate) eine KUR von 15 Prozent erzielt wurde, sollte der neuen Agentur eine Umsatzbeteiligung von 15 Prozent angeboten werden.

4. Blacklist mit Brand-Keywords festlegen

Keywords rund um den eigenen Unternehmensnamen (oder den Namen der Website) sind in aller Regel enorm profitabel. Die Anzeigen der Altkampagnen erscheinen im Normalfall ohnehin schon auf der Top Position, sodass keine Steigerung des Klickvolumens mehr möglich ist. Deswegen sind Brand-Keywords für einen der beiden SEA-Spezialisten tabu.

5. Performance immer im Aggregat bewerten

Wird SEA simultan von zwei Akteuren betrieben, gibt es verschiedene AdWords-Konten, die unabhängig voneinander optimiert werden. Ein Rückgang des Umsatzvolumens in einem AdWords-Konto kann folglich durch den Mehrumsatz eines anderen Kontos überkompensiert werden. Um zu bewerten, ob sich das simultane SEA auszahlt, müssen also die Umsätze aller Konten berücksichtigt werden.

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