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AL-KO
Amazon
26.04.2021
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26.04.2021

Gebotsstrategien auf Amazon Gardentech-Marke AL-KO: Die Software bietet auf Amazon Ads

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Die Gardentech-Marke AL-KO lässt ihre Gebotsstrategien auf Amazon von einem Algorithmus steuern. Dies steigerte die Effizienz.

Die AL-KO Kober Group ist einer der Global Player unter den deutschen Mittelständlern. 1931 gegründet, ist sie heute führender Anbieter in den Bereichen Gardentech, Automotive und Lufttechnik. Für die Pflege des Gartens bietet sie ein umfassendes Sortiment an, darunter Rasenmäher, Motorsensen, Heckenscheren, Laubsauger, Holzspalter oder Traktoren. Das Sortiment richtet sich an die vielen Hobbygärtner im Lande, aber auch an professionelle Landschaftspfleger, womit AL-KO auch ein Fall für den Fachhandel ist. Die Marke ist entsprechend auf unterschiedlichen Plattformen präsent. Es gibt den eigenen Shop, der auch eine B2B-Anbindung hat. Zudem werden die Produkte auch über Otto oder Amazon verkauft.

Die große Herausforderung auf diesen Marktplätzen ist es, sich gegen die Konkurrenz der vielen Mitbewerber durchzusetzen. Wer beispielsweise das Stichwort "Rasenmäher" in die Produktsuche auf Amazon eingibt, erntet Tausende von Treffern. Um hier mit Sponsored Ads zum passenden Zeitpunkt präsent zu sein, hatte ein Team die auktionsbasierte Aussteuerung der Kampagnen bislang manuell gesteuert. Das bedeutete, dass die Gebotshöhe, das Verhalten der vielen Konkurrenten und der Algorithmus von Amazon genau beobachtet werden mussten, um so die eigenen Gebote auf die Keywords der Produkte auszurichten.

Algorithmus prüft Wirksamkeit der Maßnahmen

Verena Lang

Verena Lang, AL-KO: "Wir wurden definitiv effizienter"

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Da dies aber bei der Produktvielfalt der Garten-Marke extrem aufwendig ist, konnten die damit verbundenen Möglichkeiten nie ganz ausgenutzt werden. Im September vergangenen Jahres entschied sich deshalb  Verena Lang, Online Marketing Managerin bei der AL-KO Geräte GmbH, diese Aufgabe an den Dienstleister Adspert auszulagern. Das Unternehmen verfügt über ein Bid Management Tool, das die Gebote für die verschiedenen Keywords über eine Software steuert. Daneben behält der Algorithmus die Wirksamkeit der Werbemaßnahmen im Auge und steuert entsprechend die Ausspielung der Sponsored Ads. Potenzielle Kunden sollen so bei ihrer Produktsuche über die Ads auf AL-KO aufmerksam werden und durch einen Klick direkt auf die entsprechenden Seiten gelotst werden.

Ziel der Zusammenarbeit mit Adspert sei es, den manuellen Aufwand beim Online Marketing zu verringern, andererseits aber auch die Effizienz der Maßnahmen zu steigern, so Verena Lang. Das Handling wird dadurch stark vereinfacht. Das Produkt, das über eine Kampagne beworben werden soll, muss nur noch einmal angelegt werden. Wann welcher User die Ad zu sehen bekommt, läuft automatisiert ab.

CPC sank um 39 Prozent

Offenbar zahlen sich diese Maßnahmen aus. Von September 2020 bis Februar 2021 konnte nach Angaben von AL-KO die Kosten-Umsatz-Relation um 37 Prozent verbessert werden, gleichzeitig sanken die Kampagnen- und SEA-Kosten um 42 Prozent. Die Click-Through-Rate (CTR) stieg um zehn Prozent, die von Cost-per-Click (CPC) verringerte sich um 39 Prozent. Auch in den weiteren Wochen soll das automatisierte Bidding Tool die Gebotsstrategie von AL-KO unterstützen. Die Software hat dann viel zu tun, denn die laufende Gartensaison hält das Geschäft üblicherweise auf hohem Niveau.

Bereits die letzte Gartensaison lief für AL-KO trotz der Corona-Krise ziemlich gut. Die Menschen verbrachten viel Zeit zu Hause und das Wetter spielte der Marke ebenfalls in die Karten. In den verschiedenen Kategorien sind für 2021 einige Innovationen angekündigt, denn auch in diesem Jahr werden viele ihren Urlaub wieder im eigenen Garten verbringen. Die entsprechenden Kampagnen werden gerade angelegt und die Basisdaten in das Bidding Tool eingepflegt.

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