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Clubhouse
Security 16.03.2021
Security 16.03.2021

Nach Kritik am Datenschutz Clubhouse ändert Einladungs-Prozedere

Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Zugriff aufs ganze Smartphone-Adressbuch: Kommt bei Nutzer*innen nicht unbedingt gut an. Das hat nun offenbar auch die Audio-App Clubhouse erkannt und reagiert.

Bislang musste man der Plauder-App Clubhouse Zugriff aufs gesamte Adressbuch gewähren, wenn man andere einladen wollte. Nach einem Update der iOS-App ist das nun nicht mehr nötig, wie aus den Release Notes zur Aktualisierung hervorgeht.

Stattdessen kann man nun einfach die Nummer derjenigen oder desjenigen eintippen, an die oder den die Einladung gehen soll. Zwar konnte man der App bislang einfach untersagen, das Adressbuch einzusehen, hatte dann aber auch keine Möglichkeit, Freund'innen einzuladen. Eine Android-App von Clubhouse gibt es noch nicht.

Verstoß gegen DSGVO

Bei einer Datenstrom-Analyse der Stiftung Warentest Anfang Februar ließ sich zwar nicht feststellen, dass bei Nutzer*innen, die die Adressbuch-Berechtigung nicht entzogen hatten, gleich das komplette Adressbuch zum Server des App-Anbieters Alpha Exploration übertragen wird.

Trotzdem kamen die Warentester zu dem Schluss, dass die Clubhouse-App unnötig viele Daten sammelt und mit ihrer Datenschutzerklärung gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstößt. Sie raten, dass man alle, die man einladen möchte, vorab um Zustimmung bittet, damit deren Kontaktdaten nicht ungewollt bei Clubhouse landen. Denn Alpha Exploration räume sich das Recht ein, die erfassten Kontaktdaten für Marketing- und Werbezwecke zu verwenden.

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