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RFID
Sie kommt überall dort zum Einsatz, wo das Vorhandensein eines Objektes berührungslos erkannt werden soll. RFID basiert, wie der Name schon sagt, auf Radiowellen, die einen Minisender zum Antworten anregen. Entwickelt wurde die Technik am Ende des 2. Weltkrieges zur Unterscheidung eigener von gegnerischen Flugzeugen. In den Flugzeugen wurde ein Transponder eingebaut, ein Radiosender, der so lange passiv blieb, bis er von einem anderen Sender auf einer ganz bestimmten Frequenz angefunkt wurde. Dann gab er ein Signal ab, das Flugzeug konnte identifiziert werden. Dieses Prinzip wird bis heute in der Luftfahrt eingesetzt.
Während der Transponder in einem Flugzeug eine Stromversorgung hat und aktiv Funksignale sendet, setzt die RFID-Technik im Alltagsleben auf passive Transponder. Sie besitzen keine Batterie, sondern werden von außen durch Radiowellen angeregt. Dies funktioniert in der Regel nur über sehr kurze Distanzen von wenigen Zentimetern. Eine der häufigsten Anwendungen für RFID-Chips ist die Wegfahrsperre in modernen Autos. Im Zündschlüssel ist ein Transponder eingebaut, in dessen Chip eine bestimmte Nummer einprogrammiert ist. Steckt man den Schlüssel ins Zündschloss, sendet eine Antenne im Zündschloss ein Funksignal und regt so den RFID-Chip im Auto dazu an, seine Nummer zu senden. Entspricht sie der Nummer, die in der Wegfahrsperre hinterlegt ist, wird diese freigeschaltet.
Im Handel werden RFID-Chips als Diebstahlsicherung und Warenetikett eingesetzt (Foto). Da ein RFID-Chip eine quasi beliebig lange Nummer haben kann, sind große Mengen von Chips mit individueller Nummer möglich. So lassen sich Artikel mit RFID-Chip leicht und kostengünstig individuell kennzeichnen. Dies wird dadurch begünstigt, dass passive RFID-Chips klein, leicht und sehr billig herzustellen sind.
Die Funktechnik NFC (Near Field Communication) baut auf der RFID-Technik auf und erlaubt die Kommunikation zwischen einem Mobile Device, zum Beispiel einem Smartphone, und einem Lesegerät. NFC gilt als eine der aussichtsreichsten Techniken, um Smartphones als elektronische Geldbörsen einzusetzen. Das bloße Auflegen des Smartphones auf das Lesegerät reicht aus, um es zu identifizieren.
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