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Philip Kehela
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Neue Podcast-Episode D2C-Durchstarter: Wann der mokebo-Gründer auf sein Bauchgefühl hört

Philip Kehela, Mitgründer mokebo

mokebo
Susanne Gillner Susanne Gillner 3 Minuten 42:23

Philip Kehela, Mitgründer mokebo

mokebo

mokebo ist ein Möbel-Start-up - und derzeit schwer angesagt. Im Podcast erzählt Philip Kehela, wie man schon im ersten Jahr profitabel wird, warum der Gründer mit seiner Brand nicht in den Handel will - und warum sein Jungunternehmerherz beim Thema FBA-Aufkäufer blutet.

2018 gründete der Ex-Amazon-Mitarbeiter Philip Kehela zusammen mit seinem Freund Moritz Messinger die Möbelmarke mokebo. Schon im ersten Jahr profitabel machte das Unternehmen 2020 einen Umsatz von mehr als drei Millionen Euro. 2021 soll der Gesamtwert der Verkäufe um über 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen.

Von Beginn an war für die jungen Gründer klar, sich gegen Wagniskapital zu entscheiden. Sie machten sich das eigene E-Commerce-Wissen zunutze und starteten als Amazon Brand mit ausschließlich eigenem Cash und Erspartem. Die Strategie inklusive anfänglichem Verzicht auf Gehälter machte sich bezahlt: "Wir haben nie zurückgeblickt", sagt Kehela. "Wir können heute überproportional stark wachsen ohne Kapital aufnehmen zu müssen."

Amazon, Otto, Webshop

Der eigene Online Shop folgte bald nach Gründung, ebenso wie der erste Hersteller, der für die Marke Möbel produzierte, lagerte und zu versandte. Das Prinzip ist bis heute erhalten geblieben - mokebo kümmert sich "nur" um den Vertrieb, die Vermarktung und den Support.

Auf Amazon ist man bis heute vertreten und auch zufrieden damit. Daneben setzt mokebo auf Otto, den eigenen Webshop - und Social Media. Social Commerce ist für Philip Kehela dabei definitiv kein vorübergehender Trend, sondern das Thema der Zukunft.

Zahlen fest im Blick

Die Zahlen haben die mokebo-Gründer schon immer fest im Blick: "Wir wussten von Beginn an genau um die CAC (Anm: Customer Akquisition Costs), also wie teuer ist es, einen Neukunden auf dem eigenen Webshop zu akquirieren im Vergleich zu Amazon, wo mich die Vertriebsprovision 15 Prozent kostet. Es ist ein gut kalkulierbares Geschäft."

Die CAC entwickeln sich dabei - entgegen des Trends - bei mokebo gut, soll heißen: Sie können teilweise sogar gesenkt werden. Die Gründe: Das Unternehmen arbeitet seit jeher sehr datengetrieben und hat im Gegensatz zu anderen jungen E-Commerce-Brands den Vorteil, über ein breites Portfolio zu verfügen. "Wer nicht breit gefächert in vielen Kategorien unterwegs ist und sich nur auf wenige Produkte fokussiert, wird es da schwerer haben an günstige CAC zu kommen", so Kehela. "Wir wissen genau, wo wir für welches Produkt am einfachsten Neukunden akquirieren."

Herausforderungen

Die primär durch die Corona-Pandemie verursachte Logistik-Krise stellt für mokebo im Moment eine der größten Herausforderungen dar. Fragen nach der Lieferfähigkeit oder der Nachbestellung halten das Team auf Trab. Auch wenn viele mokebo-Produkte "made in NRW" sind, sind die lokalen Hersteller dennoch von internationalen Lieferketten und asiatischen Unternehmen abhängig, gerade im Bereich von wichtigen Kleinteilen für die Möbelproduktion.

Wie Kehela die Themen Internationalisierung und FBA-Aufkäufer sieht, ob mokebo irgendwann selbst zum Marktplatz wird und wie sich die Customer Journey verändert hat, erzählt der Gründer im Podcast "D2C-Durchstarter".

Podcast:
Musik von FRAMETRAXX

Im Podcast "D2C-Durchstarter" der INTERNET WORLD stellen wir aufstrebende, junge Marken aus dem D2C (Direct-to-Consumer)-Segment vor.

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