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Plattformen 26.08.2014
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Rocket-Internet-Tochter Kündigt Zalando Börsengang diese Woche an?

Zalando.com
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Dass Zalando an die Börse will, ist ein offenes Geheimnis. Noch in dieser Woche könnte der Modehändler den IPO offiziell verkünden.

Noch ist die Entscheidung offiziell nicht getroffen, doch der Aufsichtsrat von Zalando trifft sich diese Woche in Frankfurt - für den Nachrichtendienst Bloomberg ein Anzeichen dafür, dass das E-Commerce-Unternehmen seinen Börsengang ankündigen möchte. Die Ankündigung könnte jedoch auch erst im September gemacht werden.

Europas größter Modehändler wird mit vier bis fünf Milliarden Euro bewertet und plant dem Bericht zufolge, zwischen zehn und 15 Prozent seiner Aktien öffentlich handeln zu lassen. Die übrigen bleiben in den Händen der Anteilseigner, darunter die schwedische Investmentfirma AB Kinnevik als größter Anteilseigner mit 36 Prozent.

In Vorbereitung des Börsengangs hatte die Rocket-Internet-Tochter im Mai seine Rechtsform in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) geändert. "Zalando ist ein europäisches Unternehmen: Wir sind in 15 europäischen Märkten tätig, erzielen mehr als die Hälfte unserer Umsätze außerhalb von Deutschland und unser Team wird immer internationaler", begründete Vorstands-Mitglied Rubin Ritter diesen Schritt. "Zalando hat jetzt die Rechtsform, die zu einem modernen Unternehmen passt und unseren internationalen Ansatz reflektiert."

Die Bilanz kann sich sehen lassen - nach jahrelangen Verlusten ist Zalando profitabel: Im zweiten Quartal 2014 stieg der Umsatz auf einen Betrag zwischen 520 Millionen Euro und 560 Millionen Euro. Das entspricht - je nachdem, welche Höhe das Unternehmen in den kommenden Wochen bestätigt - einem Plus von 19 bis 28 Prozent. Fürs erste Halbjahr schätzt der Modehändler den Umsatz auf 1,02 bis 1,06 Milliarden Euro, der Break-Even ist in diesem Zeitraum erreicht.

Zalando ist einer der größten Subventionsempfänger im deutschen Einzelhandel. Bund und Länder bewilligten dem Unternehmen in den vergangenen Jahren insgesamt mehr als 35 Millionen Euro.

Auch Rocket Internet, der Inkubator der Samwer-Brüder, aus dem Zalando stammt, bereitet den Börsengang vor. Nun soll der Wirtschaftswoche zufolge Beraterlegende Roland Berger in den Aufsichtsrat der Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet einziehen. Das geht aus Handelsregister-Unterlagen hervor. Neben Berger sollen auch United-Internet-Chef Ralph Dommermuth sowie sieben weitere Manager und Vertreter von Rocket-Internet-Großaktionären Mitglieder des Gremiums werden.

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