INTERNET WORLD Business Logo Abo
Esprit-Logo
Plattformen 06.03.2020
Plattformen 06.03.2020

Fashion-Händler

Esprit steckt 40 Millionen Euro in neue E-Commerce-Plattform

shutterstock.com/AR Pictures
shutterstock.com/AR Pictures

Der Modehändler Esprit hat rund 40 Millionen Euro in seine neue E-Commerce-Plattform investiert. In Deutschland soll sie in diesem Sommer an den Start gehen.

Esprit baut für 40 Millionen Euro eine neue E-Commerce-Plattform auf. Diese ersetzt den bisherigen Online Shop des Modekonzerns und soll für mehr Flexibilität sorgen, berichtet die Textilwirtschaft. Die neue Plattform ist ein wichtiger Bestandteil der neuen Digitalstrategie von Esprit. In den kommenden Monaten soll sie weiter wachsen und den Webshoppern neben ansprechenden Produktdarstellungen auch Marken-Stories bieten.

Hierfür setzt Esprit technisch Künstliche Intelligenz (KI) ein. Mit Hilfe von KI soll eine individuelle Kundenansprache möglich sein, zum Beispiel in Form von personalisierten Styling-Vorschlägen. Des Weiteren sollen User nach speziellen Funktionalitäten wie nachhaltigen Materialien, Styles und Passformen filtern können.

Im Januar 2020 ging die neue E-Commerce-Plattform bereits in Großbritannien an den Start. In diesem Frühjahr soll nun Österreich folgen. In Deutschland ist der Launch für den Sommer geplant. Weitere Märkte werden dann im Laufe des Jahres sukzessive starten.

Digitale Transformation von Esprit

Esprit hat mit seiner digitalen Transformation seit Jahren zu kämpfen. Wie einige andere Mitbewerber hat der Multichannel-Händler den Strukturwandel in der Modebranche zu spät erkannt. Der Fashion-Konzern lief bei der Digitalisierung am PoS sowie im Online-Handel in den vergangenen Jahren hinterher und muss nun schnellstmöglich aufschließen. Die neue E-Commerce-Plattform kann dazu einen entscheidenden Schritt beitragen.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 sind die Umsätze des an der Hongkonger Börse notierten Unternehmens um rund 15 Prozent auf 5,76 Milliarden Hongkong-Dollar (679,5 Millionen Euro) eingebrochen. Vor Steuern stand ein Verlust von 334 Millionen Hongkong-Dollar (etwa 39,4 Millionen Euro).

Das könnte Sie auch interessieren