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Otto
Plattformen 03.07.2018
Plattformen 03.07.2018

Unternehmen und Marken Konzern-Übersicht: So groß ist das Otto-Imperium

Der Hamburger Firmensitz der Otto Group, einer der größten Online-Händler in Europa

shutterstock.com/nitpicker

Der Hamburger Firmensitz der Otto Group, einer der größten Online-Händler in Europa

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Die E-Commerce-Welt fokussiert sich oft zu sehr auf den Giganten Amazon und dessen Imperium. Dabei wird oft ein heimischer Player vernachlässigt, der sich jenseits des Zalando-Hypes zu einem der größten Online-Händler Europas entwickelt hat: die Otto Group.

Wer an den globalen E-Commerce denkt, denkt an Amazon. Fällt der Blick auf Deutschland, kommt einem meist das Wunderkind Zalando in den Sinn - zu Recht, verzeichnete der Versandhändler im vergangenen Geschäftsjahr doch einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro - ein Plus von 23,7 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) dürfte vorläufigen Zahlen nach bei 209 bis 222 Millionen Euro liegen.

Inmitten des Zalando- und Amazon-Hypes läuft das Geschäft eines des größten europäischen Online-Händlers oft unter dem Radar. Von 12,5 Milliarden Euro auf 13,7 Milliarden Euro steigerte die Otto Group ihre Umsätze im Geschäftsjahr 2017/2018. Das Ebit lag bei 405 Millionen Euro. Man verzeichne in allen drei Segmenten - Finanzdienstleistungen, Service und Multichannel-Einzelhandel - eine "ausgesprochen erfreuliche Entwicklung", so das Unternehmen. Ein besonderes Augenmerk verdienen dabei die E-Commerce-Umsätze. Sie legten von 7,0 Milliarden Euro auf 7,9 Milliarden Euro zu.

Auswahl der wichtigsten Unternehmen und Marken

Kaum jemandem dürfte das komplette Otto-Universum bekannt sein. Die genannten drei Segmente gliedern sich inzwischen in diverse Sub-Bereiche.

So zählen zu Ottos Rubrik "Finanzdienstleistungen"

  • der KI-Anbieter Collect AI,
  • die EOS Gruppe, internationaler Anbieter von individuellen Finanzdienstleistungen, deren Schwerpunkt das Forderungsmanagement ist,
  • die Verbraucherbank Cofidis,
  • der Software-Anbieter Risk Ident,
  • die Hanseatic Bank,
  • der Versicherungsmakler HVD und
  • die Otto Group Digital Solutions mit ihren Company Buildern Liquid Labs und into-e.

Unter die Kategorie "Service" fallen Ottos Logistikarme, darunter

  • Baur Fulfillment,
  • das Prüf- und Zertifizierungsunternehmen Hermes Hansecontrol und
  • die Beschaffungsorganisation Hermes-Otto International und
  • die Hermes Gruppe. Unter der Dachmarke operieren zahlreiche Konzerngesellschaften, die alle relevanten handelsnahen Logistikdienstleistungen erbringen. Nach eigenen Angaben ist die Hermes Gruppe der einzige Cross-Country-Dienstleister mit eigenen Netzwerken in allen wichtigen Märkten in Europa.

Den größten Anteil hat jedoch der Bereich "Multichannel-Einzelhandel". Dazu gehören folgende Marken:

  • About You: Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei dem Mode- und Technologieunternehmen bei rund 98 Prozent.
  • Ackermann
  • Baur - das Warensortiment besteht aus Mode, Schuhen und Möbeln für Kunden mit hohem Anspruch. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 91 Prozent.
  • Die DIY-Plattform Baumarkt Direkt
  • Bonprix: Die Gruppe vertreibt über ihre Eigenmarken Mode. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 83 Prozent.
  • CB2 (Möbel und Deko)
  • Crate and Barrel: Der Multichannel-Händler von internationalen Haushaltswaren, Möbeln und Wohnaccessoires für gehobene Ansprüche ist auf dem nordamerikanischen Markt tätig. Der Online-Anteil am Umsatz beträgt rund 47 Prozent.
  • Eddie Bauer Japan
  • Eventures ist eine Beteiligungsgesellschaft der Otto Group und Frühphasen-Investor
  • Frankonia (Sortiment: Jagd und Sportschießen)
  • Freemans Grattan Holdings: Mit den Konzerngesellschaften der Freemans Grattan Holdings ist die Otto Group auf dem britischen Markt im Geschäftsbereich E-Commerce vertreten und betreibt als Universalanbieter mehrere Marktplätze. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 81 Prozent.
  • Heine: Die Heinrich Hrine GmbH bietet mit der Marke Heine eine Modemarke für Frauen. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 67 Prozent.
  • Küche und Co
  • Lascana
  • Limango
  • Manufactum
  • Mytoys Group - mit den Shops und Marken Mytoys, Ambellis, Mirapodo, Yomonda und Limango. Damit ist die Gruppe im Hinblick auf den Umsatz eines der erfolgreichsten deutschen E-Commerce-Unternehmen für die Zielgruppe Frau und Familie. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 95 Prozent.
  • Neckermann
  • Otto: Die Konzerngesellschaft ist einer der führenden Online-Händler in Deutschland. Sie betreibt den Online Shop otto.de und weitere Online Spezialshops mit Fokus auf Home and Living. Der Online-Anteil am Umsatz beträgt bei Otto rund 95 Prozent.
  • Otto Group Brasilien
  • Otto Group Media
  • Otto Group Russia: Die Online Shops Otto.ru und Quelle.ru werden im Sommer eingestellt, weiter machen will man hingegen mit Bonprix, Witt und eSolutions. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei der Otto Group Russia bei rund 84 Prozent.
  • Otto Japan
  • Quelle
  • Schwab: Versandhändler für Mode, Technik- und Haushaltsprodukte. Mit der Marke Sheego betreibt das Unternehmen zusätzlich einen Shop für große Größen. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei Schwab bei rund 82 Prozent.
  • Sheego
  • Project A als Beteiligungsgesellschaft
  • Sportscheck: Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei dem Sportfachhändler bei rund 38 Prozent.
  • Shopping24
  • Unito - größte Versandhandelsgruppe im Alpenraum
  • Witt-Gruppe: Versandhändler für Textilien, Zielgruppe 50Plus. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 20 Prozent.
  • Universal
  • Venus

Logistik ist nicht nur bei der Otto Gruppe ein Top-Thema. Alle Online-Händler müssen sich mit der Frage nach der Optimierung ihrer Versandprozesse beschäftigen. Tipps dazu gibt es auf unserer eLogistics World Conference am 17. Juli in München. Meldet euch schnell an, die Ticketzahl ist begrenzt.

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