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Second-Hand-Marktplatz Vinted verfünffacht seine Verluste

Shutterstock / Boumen Japet
Shutterstock / Boumen Japet

Europas größte Second-Hand-Plattform, Vinted, investierte 2021 hohe Summen ins Wachstum. Die Folge: Das Unternehmen verfünffachte seine Verluste auf 118 Millionen Euro. Noch machen die Investoren das Spiel mit. 

Der litauische Second-Hand-Marktplatz Vinted ist in seinen 16 europäischen Märkten derzeit kaum übersehbar: TV- und Out-of-Home-Kampagnen, Social-Media- und Google Ads weisen immer wieder auf das Angebot der Plattform hin. Diese Strategie hat Vinted schon 2021 begonnen. Der Marktplatz hatte satte 193 Millionen Euro für Werbung ausgegeben. Dies geht aus den detaillierten Geschäftszahlen für 2021, die sich das niederländische Branchenmagazin "Quoted" genauer angesehen hat, hervorgeht. 

Die aggressive Wachstumsstrategie macht sich unterm Strich bemerkbar: Vinted steigerte 2021 zwar seinen Umsatz von 148 auf 245 Millionen Euro (+65 Prozent), verfünfachte aber im gleichen Jahr seine Verluste auf 118 Millionen Euro. 

Bisher ging das Wachstumsspiel auf; Vinted sammelte letztes Jahr 250 Millionen Euro von Investoren ein und dürfte weiterhin ausreichend finanziert sein - Ende 2021 lagen noch 239 Millionen Euro an liquidem Kapital in der Kasse. Das Unternehmen wird aktuell mit 3,5 Milliarden Euro bewertet. 

Großer Werbedruck und künftiges Wachstum

2022 läuft es für Vinted bisher nicht ganz so gut wie 2021: Trotz massiven Werbedrucks wuchs der Umsatz des Unternehmens in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 37 Prozent. Zumindest in Deutschland nahm die Anzahl der monatlichen Visits laut Statista nicht mehr signifikant zu.

Statista

Neben dem eigenen Wachstum setzt Vinted auch auf Zukäufe; die Übernahme des börsennotierten Luxus-Second-Hand-Anbieters Rebelle ist beinahe in trockenen Tüchern. 

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