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Ranking
Plattformen 14.10.2021
Plattformen 14.10.2021

EHI-Ranking Die größten Online-Shops: Amazon, Otto und Zalando dominieren weiter

Shutterstock/oatawa
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Insgesamt profitierten die 1.000 größten Onlineshops in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich von der Corona-Pandemie und steigerten ihren Umsatz auf knapp 69 Milliarden Euro. Vorne liegen alte Bekannte; spannend und in Bewegung bleibt weiter das Marktplatzgeschäft.

Der Online-Handel in Deutschland wird weiter von den Platzhirschen Amazon, Otto und Zalando dominiert. Die drei Internetriesen hätten auch im Corona-Jahr 2020 erneut ihre Plätze als umsatzstärkste Online-Händler in der Bundesrepublik behauptet, sagte der Leiter des Forschungsbereichs E-Commerce des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI, Lars Hofacker, der Deutschen Presse-Agentur.

Insgesamt profitierten die 1.000 größten Onlineshops in Deutschland im vergangenen Jahr nach seinen Worten deutlich von der Corona-Pandemie und steigerten ihren Umsatz um mehr als 33 Prozent auf knapp 69 Milliarden Euro. Das Wachstum fiel damit fast dreimal so groß aus wie im Vor-Krisenjahr 2019.

Top 10

Den Löwenteil des Geschäfts - immerhin 40 Prozent der Umsätze - sicherten sich dabei die zehn größten E-Commerce-Händler, zu denen laut EHI neben Amazon, Otto und Zalando auch Media Markt, Saturn, Lidl, Apple, Ikea, Notebooksbilliger.de und Hennes & Mauritz gehören. Die Top 100 kamen zusammen sogar auf fast drei Viertel des Gesamtumsatzes. "Der Online-Handel bleibt auch weiterhin hoch konzentriert", sagte Hofacker.

Ein besonders kräftiges Wachstum verzeichneten in der Pandemie die Online-Shops der Baumarktkette Hornbach, des Möbelhändlers Ikea und des Elektronikhändlers Saturn.

Bewegung bei Marktplätzen

Bewegung könnte es in Zukunft nach Einschätzung des Branchenkenners bei den Internet-Marktplätzen geben, wo bislang noch Generalisten wie Amazon oder eBay dominieren. Denn derzeit versuchen in vielen Branchen von der Kosmetik bis zum Tierbedarf etablierte Branchengrößen wie Douglas oder Fressnapf mit eigenen auf ihre Kundengruppen spezialisierten Marktplätze Boden gegenüber den Platzhirschen gutzumachen. "Viele Verbraucher vertrauen ihnen. Deshalb hat dieser Vorstoß durchaus Erfolgschancen", glaubt der EHI-Experte.

Ein Ende des Online-Booms sieht Hofacker derzeit nicht. "Das Wachstum wird weitergehen." Allerdings sei nicht damit zu rechnen, dass die Wachstumsraten von 2020 wiederholt werden können. Eher bestehe die Gefahr, dass die weltweiten Probleme in den Lieferketten das Online-Wachstum etwas bremsen.

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