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Haustiere
Plattformen 01.06.2022
Plattformen 01.06.2022

Tierbedarfskette Fressnapf geht mit Online-Marktplatz live

Shutterstock/Master1305
Shutterstock/Master1305

Lange angekündigt, ist es seit dem 23. Mai so weit: Fressnapfs Online-Marktplatz ist live. Mit der Plattform will die Tierbedarfskette den Kunden diverse Services rund um das Haustier bieten - ohne, dass die Nutzer die Seite wechseln müssen.

In der Corona-Krise erging es Fressnapf wie vielen Branchenkollegen: Das E-Commerce-Business, das bislang eher schwach ausgeprägt war, wurde zum Umsatztreiber. 2020 lag dieser auf Jahresbasis bei etwa 150 Millionen Euro, wachse aber mit 30 Prozent, so Fressnapf-Eigentümer Torsten Toeller damals. Ebenfalls angekündigt wurde vor zwei Jahren der Ausbau zu einer Plattform. Jetzt ist ein wichtiger Meilenstein geschafft: Am 23. Mai ging der Online-Marktplatz live, wie das Unternehmen auf LinkedIn mitteilte.

Mit dem Schritt will man sich vom Ver- zum Umsorger wandeln und das Fressnapf-Ökosystem weiter ausbauen. "Der Marktplatz zahlt stark auf diesen Gedanken ein, denn so möchten wir unseren Kunden all das bieten, was sie für ihre Haustiere suchen, ohne die Plattform wechseln zu müssen."

Angebote und Services

Im Onlineshop bietet Fressnapf aktuell über 15.000 Produkte an, allerdings sei es das Ziel, das Sortiment kontinuierlich durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern erweitern zu können.

Langfristig könne über die Plattform dann nicht nur Tierfutter und Zubehör verkauft werden, sondern mit Läden, Apps und Online-Angeboten für praktisch alle Probleme der Tierhalter eine Antwort geboten werden - von der Beratung, über die medizinische Versorgung bis zur Vermittlung eines Hundesitters.

Der Markt für Heimtierbedarf ist indes groß: Die Verbraucher in Deutschland geben rund fünf Milliarden Euro im Jahr für Tierfutter, Streu und Zubehör aus. Und auch anderen Europäern sind ihre vierbeinigen Lieblinge teuer. Das beschert den großen Heimtierbedarf-Anbietern glänzende Geschäfte. Allein in Deutschland werden Schätzungen zufolge rund 35 Millionen Haustiere versorgt.

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