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Party-Szene
Plattformen 21.04.2016
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Gastbeitrag 4 Dinge, die man über Online-Ticketing wissen sollte

Shutterstock.com/Konstantin Chagin
Shutterstock.com/Konstantin Chagin

Immer noch gibt es große Vorbehalte gegen den Kauf und Verkauf von Eintrittskarten auf Online-Plattformen. Was sowohl Verbraucher als auch Unternehmen beachten sollten, erläutert Oliver Thiemann von StubHub.

Sicherheit und Transparenz sind zentrale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäftsmodell im E-Commerce. Sowohl Verbraucher als auch Unternehmen oder Händler müssen dem Angebot Vertrauen entgegenbringen können. Was diesbezüglich im Online-Ticketmarkt zu beachten ist, erläutert Oliver Thiemann von StubHub.
 
Einer Umfrage unter 1.000 Internet-Nutzern zufolge gibt es große Vorbehalte gegen den Kauf und Verkauf von Eintrittskarten auf Online-Plattformen. Rund vier von zehn Befragten glauben zu Unrecht, man könne sich beim Kauf von angeblichen Schwarzmarkt-Tickets strafbar machen. Auf der anderen Seite sind Online-Marktplätze häufig die einzige Möglichkeit, an Tickets für ausverkaufte Veranstaltungen zu kommen.

1. Tickets online kaufen oder verkaufen ist völlig legal

Entgegen der weit verbreiteten Ansicht gibt es in Deutschland kein Gesetz, das den Wiederverkauf von Tickets beschränkt oder verbietet. Sogar personalisierte Tickets können über den Veranstalter umgeschrieben werden. Meldungen, dass Fußballclubs den Weiterverkauf ihrer Tickets im Netz sehr genau beobachten und dagegen zum Teil sogar vorgehen, verunsichern Verbraucher zusätzlich. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Maßnahmen einiger Vereine gegen den Weiterverkauf geltendem Recht entsprechen.

2. Vorteile für Fans und Vereine

Kooperationen mit Festivalbetreibern oder Sportclubs zeigen, dass Rechteinhaber einen echten Mehrwert erfahren, wenn sie eigene oder kommerzielle Ticketing-Plattformen verwenden. Denn sie können sie nicht nur für den Erstverkauf von Eintrittskarten, sondern auch zum Wiederverkauf nutzen. Kann etwa ein Dauerkarteninhaber mal nicht zum Spiel ins Stadion kommen, verkauft er seine Karte an einen anderen Fan.

Diesem wird eine reguläre Eintrittskarte ausgestellt, während die Dauerkarte für den Spieltag gesperrt wird. So profitieren alle Beteiligten: Im Stadion bleiben weniger Plätze leer, der verhinderte Fan erhält eine Entschädigung für den verpassten Spieltag und ein weiterer Fan erhält - womöglich unverhofft - Zutritt zum Spiel. 

3. Verbraucher sorgen sich um Sicherheit, suchen Vertrauen

Vier von zehn Verbrauchern sorgen sich laut einer Umfrage unter 1.000 Konsumenten um die Sicherheit der Transaktionen und ihrer Bezahlung. Jeder Zweite erklärte, er würde auch Online-Plattformen nutzen, um nach Tickets für ausverkaufte Veranstaltungen zu suchen. 36 Prozent gaben darüber hinaus an, sie wollten einem Ticketmarktplatz vertrauen können, ehe sie ihn benutzten. Wir empfehlen, beim Ticketkauf auf bekannte Zahlungsmöglichkeiten zurückzugreifen und Optionen wie Vorkasse und Barzahlung oder unseriöse Zahlungsanbieter zu meiden. 

4. Tickets sicher weiterverkaufen

Wer eine Eintrittskarte wieder verkaufen möchte, sollte bei der Artikelbeschreibung darauf achten, keine offiziellen Logos oder eingetragenen Markenzeichen zu verwenden. Denn wer zum angebotenen Ticket ein Foto einstellt, läuft Gefahr, dass der Platz vom Veranstalter gesperrt wird. Beim Postversand des Tickets sollte man sich für ein Einschreiben entscheiden, dessen Weg der Käufer per Tracking nachverfolgen kann. Und wer unrealistische Preise verlangt, läuft logischerweise Gefahr auf den Tickets sitzen zu bleiben.

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