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Decathlon
Plattformen 30.03.2022
Plattformen 30.03.2022

Ukraine-Krise Decathlon stoppt Russland-Geschäft

Shutterstock/Veja
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Der französische Sportartikelhändler und -hersteller Decathlon hat sich aufgrund des Ukraine-Konflikts dazu entschlossen, den Betrieb seiner Geschäfte auf russischem Gebiet einzustellen.

Immer mehr Unternehmen schließen sich den internationalen Sanktionen gegen Russland an, nun will auch der französische Sportartikelfilialist Decathlon seine Geschäfte in Russland schließen. Die rund 2.500 russischen Mitarbeiter, von denen einige bereits seit 2006 im Unternehmen tätig sind, sollen jedoch weiterhin unterstützt werden.

Auch am deutschen Standort von Decathlon beobachtet man die Entwicklung der Ereignisse in der Ukraine mit großer Besorgnis. Als oberste Priorität sehe man es daher an, die ukrainischen Mitarbeiter bei der Unterkunfts- und Jobsuche in Deutschland zu unterstützen. Zusätzlich wurde Ende Februar vom Standort Polen aus mit der Koordination von Sachspenden begonnen. So konnte man bereits mehr als 12.500 Artikel über Hilfsorganisationen an Bedürftige verteilen. Die Mehrheit der Produkte stammt aus dem Bereich Camping und Trekking, darunter Schlafsäcke, Matratzen oder Campingbetten. Auf globaler Ebene hat Decathlon zudem einen Solidaritätsfonds von einer Million Euro eingerichtet.

Branchenübergreifender Stopp

Auch Unternehmen aus anderen Branchen haben bereits ihre Ex- und Importe in und nach Russland und Belarus gestoppt beziehungsweise ihre dortige Produktion und Geschäftstätigkeit eingestellt. In der Automobilbranche haben sich beispielsweise bereits der VW-Konzern, BMW und Mercedes aus Russland zurückgezogen, im Bereich Elektronik sind es die Unternehmen Sony und Nintendo.

Was den Lebensmittelbereich betrifft, wollen auch McDonalds, Starbucks und Coca-Cola den Betrieb vorerst einstellen. Im Bereich Handel hat die schwedische Marke Ikea alle Lieferungen in und nach Russland und Belarus vorübergehend gestoppt. Zudem haben die Handelsketten wie Rewe, Penny, Aldi und Netto angekündigt, keine Produkte mehr zu verkaufen, die in Russland hergestellt worden sind.
 

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