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02.09.2022
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Marktplatz für Pop-up-Stores Wie xNomad Online-Pure-Playern beim Weg in den Einzelhandel hilft

xNomad.co
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E-Commerce-basierte Marken bietet eine Pop-up-Aktivierung die Möglichkeit, ihr Produktangebot zu präsentieren und eine Omnichannel-Strategie zu verfolgen. Wie das schwedische Start-up xNomad dieses Konzept realisiert, erklärt CEO Jonathan Haralambakis im Interview.

Mit der Marktplatzplattform xNomad soll die Suche nach freien Einzelhandelsflächen "so einfach wie die Buchung eines Hotelzimmers werden" - das verspricht zumindest das Unternehmen aus Stockholm seinen Kunden. Aktuell ist das Start-up vor allem in den nordischen Ländern tätig, will aber langfristig in ganz Europa expandieren.

Auch die jüngste Kooperation mit Shein und Klarna hat zur Erschließung einer Reihe neuer Märkte wie Paris, Berlin, Barcelona und Rom beigetragen: xNomad hatte sich mit dem Online-Modehändler und dem FinTech zusammengetan, um von Juni bis August 2022 eine europäische Pop-up-Tour zu starten. Das Ziel war es, der E-Commerce-basierten Modemarke helfen, eine physische Präsenz auf dem europäischen Markt aufzubauen. Mit Erfolg: Der Pop-up-Showroom in Barcelona verzeichnete beispielsweise während der 10-tägigen Aktivierung durchschnittlich über 4.000 Besucher pro Tag.

Wie das Geschäftsmodell von xNomad genau funktioniert, warum das Pop-up-Modell aktuell so beliebt ist und wie Online-Händler von dem Angebot profitieren können, hat CEO Jonathan Haralambakis im Interview verraten.

Was ist die Idee hinter xNomad?

Jonathan Haralambakis: xNomad ist eine Marktplatzplattform, die Marken und Unternehmer mit kurzfristigen Einzelhandelsflächen für einzigartige Pop-up-Erlebnisse zusammenbringt. So werden Städte wiederbelebt und lebendige Gemeinschaften geschaffen. Wir helfen Vermietern bei der Optimierung des Prozesses der Kurzzeitvermietung, indem wir sie mit Marken zusammenbringen, die Einzelhandelsflächen benötigen. Die End-to-End-Lösung von xNomad liefert Vermietern wichtige Erkenntnisse darüber, welche Marken einen Mehrwert und Laufkundschaft in den Raum bringen können, hilft Vermietern, datengestützte Entscheidungen zu treffen, und bietet Einnahmequellen zwischen langfristigen Mietverträgen.

 

xNomad bietet Marken einsatzbereite Pop-up-Stores, die über das xNomad-Partnernetzwerk entworfen, eingerichtet und mit Personal ausgestattet werden, um ein durchgängiges Erlebnis zu bieten. Durch die Nutzung von Telekommunikations- und WIFI-Daten zur Messung von Passantenfrequenz, Geschlecht und Verweildauer helfen wir Marken bei der Auswahl attraktiver Ladenstandorte und messen den Erfolg ihrer Pop-up-Aktivierungen.

Jonathan Haralambakis

xNomad-CEO Jonathan Haralambakis

xNomad

Wie ist das Modell skalierbar und wie hat es sich auch seit Covid-19 verändert?

Haralambakis: Allein in den nordischen Ländern gibt es über 20.000 leerstehende Einzelhandelsgeschäfte. In den USA gibt es über 90.000 Quadratmeter leere Einzelhandelsflächen. Und im Vereinigten Königreich sind 25.000 Läden nicht ausgelastet. Angesichts der aktuellen Entwicklung auf dem Gewerbeimmobilienmarkt lässt sich nicht leugnen, dass der nomadische Einzelhandel auf dem Vormarsch ist. Es scheint, als sei eine Präsenz in einem Ladengeschäft nicht länger ein integraler Bestandteil des Geschäftserfolgs.

 

Die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells von xNomad beruht auf der Tatsache, dass es geografisch nicht gebunden ist. Wo es freie Einzelhandelsflächen und Marken gibt, die kurzfristig physische Ladenflächen benötigen, gibt es eine potenzielle Nachfrage nach der Plattform von xNomad. Was die Auswirkungen der Covid-19 auf die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells von xNomad betrifft, so haben die Beschränkungen und ihre Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten der Verbraucher die Einrichtung physischer Einzelhandelsaktivitäten durch Marken nicht begünstigt. Eine White-Box-Fläche bietet jedoch unendlich viele Möglichkeiten - selbst in unsicheren Zeiten.

 

Ist das Start-up investorfinanziert?

Haralambakis Ja, xNomad wird von einer Reihe von Tech-Investoren mit Sitz in Stockholm, Kanada, den USA und Singapur finanziert - Antler, Sting, SF Invest, Propel Capital, Groundbreak Ventures, Proptech Farm, Luminar Ventures, Joachim Hedenius und dem WeWork Alumni Fund.

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