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Plattformen 09.09.2020
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Februar bis August 2020

Wie sich das Suchverhalten auf Amazon geändert hat

shutterstock.com/ArthurStock
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Für Amazon glichen die vergangenen Monate einem nicht enden wollenden Weihnachtsgeschäft. Die Amazon-Agentur Remazing wollte nun wissen, wie sich neben dem klar sichtbaren Nachfrageanstieg das Suchverhalten der Kunden geändert hat.

Das Corona-Virus führte zu einem veränderten Einkaufsverhalten bei Konsumenten. Der große Gewinner dabei: Amazon. Für den Online-Marktplatz waren die vergangenen Monate vergleichbar mit einem dauerhaften Prime Day oder einem nicht enden wollenden Weihnachtsgeschäft.

Die Amazon-Agentur Remazing wollte nun wissen, wie sich neben dem klar sichtbaren Nachfrageanstieg das Suchverhalten der Kunden geändert hat. Untersucht wurden dafür Fragen wie: Wie groß war der Anteil der Corona-bezogenen Begriffe? Was suchen die Verbraucher wann? Wird das Suchverhalten stärker durch steigende Fallzahlen oder durch das länderspezifische Pandemie-Management beeinflusst?

Für die Beantwortung haben Remazings Analysten in den vergangenen Wochen (02. Februar 2020 bis 15. August 2020) große Datenmengen zur Suche von Amazon-Besuchern gesichtet. Datenbasis waren die Amazon Search Terms aus Brand Analytics. Amazon selbst zeigt dort ein täglich aktualisiertes Ranking der Keywords nach Suchaufkommen an.

Untersucht wurden die Amazon Marketplaces USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Im ersten halben Jahr nahmen Corona-bezogene Keywords insgesamt 46 Prozent der Top 10 Suchbegriffe auf Amazon ein.

    Amazon-Keywords

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  • Corona-bezogene Suchanfragen sind in Deutschland mit einem Anteil von 32 Prozent an den Top 100 am niedrigsten, in den USA sind sie hingegen mit 71 Prozent am höchsten.

    Laendervergleich

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  • Masken erfuhren seit Beginn der Krise die höchste Nachfrage mit einem Drittel Anteil an den Top 10.

  • Am Anfang der Krise waren in Deutschland besonders FFP3-Masken nachgefragt, inzwischen stehen FFP2-Masken im Fokus.

  • In den USA waren Desinfektionsmittel dauerhaft stark gefragt, während in Italien und Spanien auffällig oft nach Handschuhen gesucht wurde.

  • Die Nachfrage nach Toilettenpapier war in Deutschland im Verhältnis zu den anderen untersuchten Ländern mit Abstand am größten; drei Wochen lang lag der Anteil darauf bezogener Suchbegriffe zwischen 40 und 50 Prozent der Top 10, in den USA in der Spitze lediglich bei 20 Prozent.

    Entwicklung

    KW 14: Das Robert Koch-Institut weitet die Maskenempfehlung auf alle Menschen aus, der wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweis fehlt noch, Sorge über möglichen Schutzausrüstungsmangel im Gesundheits- und Versorgungssystem.

    KW 16: Merkel befürwortet und empfiehlt nachdrücklich das Tragen von Masken. Die meisten Staaten kündigen Maskenpflicht ab KW 18 an.

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  • In den meisten Ländern zeigt sich bislang während der "zweiten Welle" kein signifikanter Anstieg der Corona-bezogenen Suchanfragen.

    Toilettenpapier

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