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Amazon-Advertising
Amazon 06.09.2018
Amazon 06.09.2018

Eine Marke, mehr Klarheit Amazon vereinfacht Werbeportfolio

Künftig werden die bisherigen Markennamen Amazon Marketing Services (AMS), Amazon Media Group (AMG) und Amazon Advertising Platform (AAP) unter Amazon Advertising gebündelt.

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Künftig werden die bisherigen Markennamen Amazon Marketing Services (AMS), Amazon Media Group (AMG) und Amazon Advertising Platform (AAP) unter Amazon Advertising gebündelt.

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Vor wenigen Wochen machte es Google vor, jetzt zieht Amazon nach: Der Retail-Riese vereinfacht sein Werbeportfolio und schafft mehr Klarheit bei den Produktnamen. Künftig wird das gesamte Anzeigen-Business nur noch "Amazon Advertising" heißen.

Der E-Commerce ist nach wie vor das Kerngeschäft - spült Amazon aber nicht mehr allein das Geld in die Kassen. Der Großteil des Gewinns kommt aus dem Cloud-Bereich Amazon Web Services (AWS) - und dem Anzeigen-Business: Der Umsatz der Sparte mit "anderen Aktivitäten", der zum größten Teil auf Werbung entfällt, stieg im zweiten Quartal um 130 Prozent auf 2,2 Milliarden US-Dollar. Kein Wunder also, dass sich das Unternehmen stark auf das Ad Business fokussiert. Mehr Klarheit und Übersichtlichkeit soll dabei nun eine Neuauflage der Marke bringen.

Künftig wird das Werbegeschäft nur noch unter dem Namen "Amazon Advertising" laufen. Mit diesem Schritt entfallen die bisherigen Markennamen Amazon Marketing Services (AMS), Amazon Media Group (AMG) und Amazon Advertising Platform (AAP). Die Neuerung zeigt sich außerdem in einer neuen Website und in den vereinfachten Produktnamen, die nun unter einem einzigen Markennamen zusammengefasst die Ausrichtung des Geschäftsbereichs repräsentieren sollen.

"Wir haben erkannt, dass im Zuge der raschen Entwicklung eine komplexe Marken- und Produktstruktur entstanden ist. Daher haben wir daran gearbeitet, wie wir unser Angebot vereinfachen und das Kundenerlebnis für Werbetreibende verbessern können.", so die Erklärung von Amazon.

Neue Produktnamen

Mit dem neuen Markennamen ändern sich auch die Produktnamen, "um mehr Klarheit in Bezug auf die Produktfunktionalität zu schaffen." Die vor wenigen Wochen vorgestellten neuen Headline Search-Anzeigen heißen nun "Sponsored Brands". Sie sollen es Amazon-Kunden erleichtern, Marken und Produkte innerhalb der Suchergebnisse zu entdecken.

Auch die Amazon Advertising Platform wurde in Amazon DSP umbenannt, "um die Funktionen dieses Tools für den programmatischen Anzeigenkauf zu verdeutlichen." Zu guter Letzt hat auch die Amazon Marketing Services-Konsole einen neuen und einfacheren Namen erhalten: die Advertising Console.

Trotz der neuen Namen soll sich an der Funktionsweise der Anzeigen und der Zusammenarbeit zwischen Amazon und Kunden nichts ändern. Die Änderungen werden nicht alle zur gleichen Zeit eingeführt. Die Markennamen AMS, AMG und AAP sollen in den kommenden Monaten nach und nach verschwinden.

Google macht es vor

Google verkündete im Juni dieses Jahres einen ähnlichen Wechsel: Der Konzern überarbeitete seine Werbeprodukte komplett und änderte im Zuge dessen auch die Bezeichnungen. So wurde aus Google AdWords bald Google Ads - und auch die Marke DoubleClick verschwand nach 22 Jahren. Damit gibt es jetzt nur noch drei Marken: "Google Ads", "Google Marketing Platform" und "Google Ad Manager".

Mit der Umstellung gibt es bei Amazon auch Neues in Sachen Personalien: Im Zuge der Änderungen wurde Philip Missler, bis dato Director der Amazon Media Group (AMG) Germany, zum Managing Director Amazon Advertising Germany berufen. Wir sprachen mit ihm im Interview über den europäischen Werbemarkt, die Bedeutung von E-Commerce-Marketing und die Vermarktung von Alexa.

Alle Amazon-Werbeformate im Überblick

Unter Amazon Advertising fällt künftig das gesamte Amazon-Produktportfolio:

  • Mit Sponsored Products und Sponsored Brands können Werbetreibenden ihre Produkte oder Marke bewerben, damit diese von Kunden auf Amazon leichter entdeckt und gekauft werden.
  • Mit Display ads können Werbekunden Zielgruppen auf Amazon sowie auf Websites und Apps von Drittanbietern erreichen, indem sie individuell anpassbare Branding- und E-Commerce-Anzeigen erstellen. Außerdem stehen ihnen Informationen zur Verfügung, anhand derer sie ihre Anzeigen optimieren und gezielter an relevante Zielgruppen ausliefern können.

  • Product Display Ads stehen außerdem Advertisern zur Verfügung, die ihre Produkte auf Amazon verkaufen. Sie dienen dazu, Traffic für die Produktdetailseiten zu generieren.
  • Mit Video ads können Werbetreibende ihre "Markenpersönlichkeit vermitteln" und Kunden in einer markensicheren Umgebung ansprechen. Dazu zählen etwa Amazon und IMDb, exklusive Amazon-Geräte wie Fire TV oder das Fire Tablet sowie Websites und Apps von Drittanbietern.
  • Stores bieten Lieferanten und Händlern die Möglichkeit, auf Amazon ihre eigene Website mit einer individuellen Marken-URL zu erstellen. Sowohl Lieferanten als auch Händler können ihren Amazon Store dazu nutzen, in einem individuell gestalteten Bereich ihre Markenstory bekannt zu machen und ihr Produktportfolio zu präsentieren.
  • Zu Amazons Reporting-Lösungen zählen Kampagnenberichte, Verkaufsstatistiken und Drittanbieterberichte, mit denen Unternehmen nachvollziehen können, wie sich ihre Werbeaktivitäten - ganz gleich ob bei Amazon oder bei Drittanbietern - auf das Kaufverhalten der Kunden auswirken.
  • Die Amazon DSP ist eine Demand-Side-Plattform, die es Werbetreibenden ermöglicht, sowohl über die Websites und Apps von Amazon als auch über unsere direkten Beziehungen zu Publishern und Drittanbieter-Exchanges ihr Zielpublikum zu erreichen. Über die Amazon DSP Konsole können Werbekunden ihre programmatischen Display- und Video-Kampagnen verwalten, optimieren und messen.
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